Die Sonne scheint – auch am Meer. Auch wenn ich feststellen muss, dass mal wieder halb Oche in Zeeland versammelt ist. Macht nichts, denn ein paar Holländer sind auch zugegen. Und wenn die praate, geht mir das Herzchen auf. Dazu dann Kibbeling, Pommes und Chocomel… Diabetes, was willst Du mehr? Gekrönt wird das ganze von Wind, viiiiel Wind. Leider veranlasst das natürlich auch den ein oder anderen, sich im Drachensteigenlassen auszuprobieren. Einer hätte uns tatsächlich fast auch erwischt, aber eben nur fast.

Das Meer macht mich immer melancholisch und glücklich zugleich. Es ist immer in Bewegung, ackert unermüdlich und macht die allzu großen Sorgen plötzlich sehr klein. Was sind wir schon alle verglichen mit dem großen, weiten Meer? Winzige Sandkörner, mehr nicht. Das macht es erträglicher und gleichzeitig auch erschreckender. Ich kann dem Rauschen stundenlang lauschen. Hier fällt es mir Sabbelfott auch in der Tat nicht schwer, einfach mal zu schweigen. Das Meer übernimmt das Reden. Es rauscht heran und bricht sich und erzählt so seine ganz eigene Geschichte. Wenn es nicht so kalt wäre, würde ich fast geneigt sein, morgen in aller Herrgottsfrüh aus dem Bett direkt an den Strand zu springen, um zu schauen, was über Nacht angespült wurde. Aber ich kann mich so gerade noch beherrschen.

Ich weiß, in meinen Sturm- und Drangzeiten – also vor 14 Tagen – wurde mal ein Kuhkopf angespült. Keine Ahnung, warum es immer die morbiden Dinge sind, die so die Runde machen? Was fasziniert die Menschen nur daran? Das ist, wie mit den Thrillern, die immer blutrünstiger werden, was Elke Heidenreich bestürzt und abartig findet. Keine Ahnung…ich mag diese Art Literatur auch. Muss das immer unbedingt eine Aussage haben? Ich lese auch gerne Heile-Welt-Romane, mittelalterliche Bücher und vieles mehr. Bin ich deswegen wohl eine gespaltene Persönlichkeit? Äääh…ich glaube, dafür gibt es andere Hinweise. Dazu reicht keine Literaturauswahl aus.

Ich genieße nun einfach mal die Stunden am Meer, spaziere am Strand entlang und lass den lieben Gott ’nen guten Mann sein. Hat der auch mal nötig bei all dem Brass, den der immer so hat.

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