Puuh, ist das warm… und dabei haben wir erst kurz nach zehn morgens. Halleluja. Aber das ist Florida.

Gestern war es noch spannend. In Toronto hat es doch noch länger gedauert, bis das Boarding losging. Endlich im Flieger angekommen, brennen meine Augen so sehr vor Müdigkeit, dass ich Augenpflege betreiben und mich von innen anschauen will.

Und dann? Dauert es… und dauert…und dauert. Irgendwann nehme ich einen Lichtstrahl wahr. Nee, nicht das Licht am Ende des Tunnels. Ich blinzel und erkenne Enteiser. Klingt fast wie Terminator, oder? Die Gefährte (ja, gleich mehrere) haben oben eine Kabine, wo einer drin sitzt, der einen langen Teleskoparm ausfahren kann. Dann geht es auch schon los. Es wird gesprüht, was das Zeug hält. Herrlich… und vor allem lange. Ich bin echt fasziniert. So was hab ich auch schon in Deutschland gesehen, aber mit anderen, weniger spektakulären Maschinen. Dann rollen wir etwas weiter und warten wieder. Irgendwann testet der Pilot, ob alles noch enteist ist, indem er auf volle Touren dreht, aber quasi auf der Kupplung stehen bleibt. Alles rappelt, was ich toll finde. Da alles funktioniert, dreht er wieder alles runter.

Endlich geht es los. Es sind mehrere Kinder und drei Babys an Bord. Meistens schreien sie zu dritt – über den kompletten Flieger verteilt. Gut, ich finde es ja auch ermüdend und anstrengend, aber bei dem Geschrei kann ich nicht mal schlafen. Erleichtert stelle ich fest, dass es ohne Kinder doch schön sein kann.

In Fort Myers komme ich völlig geplättet an. Wie es wohl hier am Zoll sein wird? Ob die so nett sind wie in Toronto? Meine Cousine erwartet mich schon, noch bevor ich gecheckt werde oder den Koffer habe. Irgendwie krass. Mit dem Koffer klappt dann auch alles, so dass wir so rausspazieren können. Von Kanada aus wird es als Inlandsflug gewertet, weshalb ich nirgends mehr überprüft werde. Hammer. Ich versteh die Welt nicht mehr, aber genieße es. Draußen ist es noch angenehm warm, was mich an Kuba erinnert. Unruhig, aber erschöpft schlafe ich ein.

Heute ist nur Rumhängen angesagt, aber morgen will ich zur Sanibel Island. Gestern Abend hab ich noch vollmundig behauptet, dass ich zwei Tage relaxe… aber das halte ich nicht durch, schätze ich. Draußen ist es in der Sonne echt heiß, aber drinnen sitzen kann ich auch Zuhause. Also schaue ich mir die Insel wohl an. Ob mit oder ohne Hund, kläre ich später noch.

Träge schaue ich den Echsen auf der Terrasse zu. Die haben es gut, weil sie die Sonne so vertragen. Im Gegenzug ist ihr Leben gefährlicher, weil sie Vögeln, Hunden, Katzen und Schlangen zum Opfer fallen können. Och, da bin ich doch lieber Mensch, hänge ein wenig ab und freue mich auf die nächsten Tage.

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