Heute ist es schon nicht mehr ganz so saukalt. Der Wind hat nachgelassen, was echt eine Erleichterung ist. Zum Frühstück schlendern wir ein bisschen durch die Gegend, bis wir fündig werden. Das Café ist ganz nett, also entscheiden wir uns fürs Buffet.

Unser Kellner ist klasse. Wir nehmen die erste Runde am Buffet, aber als wir zum zweiten Mal gehen wollen, ist alles schon weg. Äääääh, das ist ja doof. Der nette Kellner erkennt unsere Verwirrung und fragt, was wir denn noch wollen würden? Ich erhalte wenig später eine warme Zimtrolle. Verdammt, schmeckt die gut. Da gehört einem ja sofort mein Herz.

Als die Rechnung kommt, hat der Kellner nur ein Frühstück berechnet. Hallo? Ja, der Service war ja auch nicht 100% – seine Aussage. Ääääääh??? Wir bestehen darauf, voll zu bezahlen, denn der Service war ja wohl perfekt. Dazu müssen wir allerdings ein wenig diskutieren. Hammer, oder? Das ist Kundenorientierung. So läuft es in Deutschland ja wohl nicht.

Wir schlendern noch etwas durch die Gegend Richtung French Quarter. Und dann sehen wir 3 Kerle, die ihre Show starten – zwei Schwarze und ein Weißer. Sie sind von 47 bis 50 Jahre alt und bewegen sich einfach hammermäßig. Dazu macht einer der Schwarzen eine herrlich böse Show. Menschen, die vorbeigehen, und selbst die Autofahrer auf der Straße bindet er mit ein. Einer vorbeieilenden Frau mit Tasche unterm Arm ruft er hinterher, dass sie gar nicht ihre Tasche wollen… lediglich den Inhalt. Er nimmt Schwarze als auch Weiße aufs Korn, rät den Weißen, großzügig zu spenden, um ihn aus ihren Häusern rauszuhalten… Und mit etwas extra Kohle, würde er auch die Töchter in Ruhe lassen. Kurz stutzt er, als er einen erblickt, der weder weiß, noch schwarz ist und nennt ihn: „off white“. Aber all das geschieht auf leichte Art und Weise. Zwischendurch ermahnt er auch, dass wir alle miteinander leben und Rassismus da keinen Platz haben darf. Es ist alles einfach rund…Und genau das gefällt mir richtig gut.

Dagegen läuft es zweihundert Meter weiter anders ab. Über Megafone hört man von weit her bereits Proteste gegen die Kirche. Es ist Aschermittwoch, daher gehen auch einige zur Kirche. Ich bin durchaus auch kritisch, was die Kirche betrifft. Aber jeder soll seine Religion ausleben, solange er keinen anderen behindert. Hier ist aber mitterweile eine riesige Diskussion im Gange, da von etlichen sexuellen Übergriffen berichtet wurde, was die Kirche ewig totzuschweigen versucht hat. Da kann ich die Empörung verstehen, aber es trifft die Falschen, wie ich finde. Aber tut es das nicht meist?

Ab morgen besuchen wir dann Planttagen, auf die ich schon sehr gespannt bin. Allerdings müssen wir dafür zeitig aufstehen. Doch das dürfte das kleinste Problem werden. Schwieriger wird es da schon, das richtige Kostüm zu finden. Ich würde zu gern ausstaffiert wie Scarlett O’Hara sein – mit Mami an meiner Seite und Rhett Butler als Verehrer. Mmmmh, der war schon lecker. Tatsächlich sieht es hier jedoch sehr ländlich aus mit wenig Tourismus drum herum. Ich lasse mich überraschen. Aber ich halte Ausschau nach Rhett. Sollte ich ihn finden, kann ich nicht mehr schreiben. Klar, oder? Also: Cross fingers for me!!!

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