Es gibt schlaue Abhandlungen über die Thematik. Im esoterischen Bereich gibt es garantiert jede Menge Einschläferndes hierzu zu lesen (ja ja, es leben meine Vorurteile). Doch es gibt manchmal einen Satz, der alles auf den Punkt bringt. In meinem Fall ist es der Spruch, der den Unterschied zwischen Mann und Frau einfach herrlich verdeutlicht: „Was für ein Arsch!“ Ausgesprochen von einer Frau bedeutet er etwas völlig anderes als ausgesprochen von einem Mann. Als ich den Satz gelesen hab, kam mir echt die Erleuchtung. So klar kann man uns Geschlechter unterscheiden – also zumindest diese beiden.

Wer hierbei auf der Leitung steht und weiterer erklärender Worte bedarf, darf sich jederzeit bei mir melden. Ich stehe dann natürlich für jegliche Interpretation und Lästereien zur Verfügung.

Um auch mal typisches – glaube ich zumindest – Frauenverhalten im Straßenverkehr zu erklären, bin ich mir natürlich auch nicht zu schade. Ich gebe ja gern zu: Über meine Döspaddeligkeit kann ich in der Regel am meisten lachen.

Gestern fahre ich mit meinem wahnsinnig großen, viel Raum einnehmenden Renault Clio (noch nicht ganz so viele Lenze auf dem Buckel wie ich, aber fast… aber er verfügt schon über eine USB-Schnittstelle im Handschuhfach, die ich natürlich nicht selbst gefunden habe…) zur Arbeit. Im Parkhaus geht es immer hoch her, weshalb es schnell gehen muss. Schnell plus Zuschauer (weil andere Kollegen ja auch ankommen), ist eine schlechte Kombi für mich, die Einparkgöttin.

Da sitzt doch tatsächlich der Fahrer im Auto nebenan noch in seinem Gefährt! Das hasse ich ja, weil ich – ganz narzisstisch – davon ausgehe, er beobachtet mich. Und selbstverständlich hat er Abschiedsschmerz, weil er sein Auto für die Dauer seines Arbeitstages allein lassen muss, weshalb er noch liebevoll das Lenkrad streicheln muss.

So abgelenkt, setze ich also rückwärts in die kleine Lücke (drei freie Parkplätze zur einen Seite, der doofe Typ mit seinem fetten Audi auf der anderen Seite). Ganz souverän setze ich mein unheimlich langes Auto in die Lücke, als ich ein kleines Geräusch wahrnehme, weil ich hinten rangesetzt habe. NEIN, nicht an den Audi!!! Nur an die hervorragende Leitplanke, die die Wand schützen soll. Ich hab zwar keine Ahnung wovor, weil doch niemand so weit zurücksetzt (ha ha), aber das doofe Ding ist nun mal da.

Ich schiele rüber zu dem Doof, aber er hat nichts mitbekommen. Dann beschließe ich, dass es mir auch so geht. Ich korrigiere nicht mehr. Warum auch? Macht ja nix besser. Und ist ja auch nix passiert…. la la la…

Hoch erhobenen Hauptes schreite ich von dannen. Ha, das kann ich fast so gut wie rückwärts Einparken. Erst als ich abends zum Einkaufen fahre, traue ich mich, den Schaden zu begutachten. Allerdings erst, als ich auf dem Parkplatz des Discounters ankomme.

Unterwegs male ich mir aus, wie schlimm eingedötscht das dort hinten aussieht. Und? Es hat lediglich das Plastikteil getroffen. Hallo???? Man sieht also GAR NICHTS. Da hätte der doofe Audi-Fahrer ja auch nicht so tun müssen, als hätte er nichts mitbekommen! Typisch Mann. Ha, als hätte ich mit Kawumm eingeparkt! Pffff… so ein Schwachfug!

Heute hab ich an anderer Stelle eingeparkt. Es hat geklappt – ohne Andötschen, ohne alles. Es ist also der Audi-Fahrer schuld gewesen. Ob er so gut aussah, dass ich abgelenkt war? Woher soll ich das wissen? Ich hab ja nur gesehen, dass da ein Typ im Auto saß! Ob ich noch alle Latten am Zaun hab? Natürlich nicht! Ich bin eine Frau. Das wird von mir erwartet.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim Einparken.

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