Langeweile ist ja manchmal auch was Tolles. Gut, ich bin da nicht die Beste drin, aber das darf ich ruhig noch lernen. Und ich glaube, ich bin da gerade auf einem guten Weg.

Letzte Nacht ist völlig anders gelaufen als zum letzten Beitrag vermutet. Ich hab noch mit einer ehemaligen Kollegin geschrieben und prompt – wie beim Appen vermutet – von meinem ehemaligen Chef geträumt. Nee, nix mit Knutschen. Da hätte ich bei dem auch so gar keine Lust zu. Ich hatte eine Besprechung mit ihm. Worum es dabei ging? Keine Ahnung. Meine Schwester hatte vorher eine Audienz bei ihm. Dabei kennt die den noch nicht mal. Es wird langsam verrückt. Freud hätte wohl seine wahre Freude an mir – ein Schenkelklopfer.

Natürlich war auch wieder Lego angesagt. Es wird so mit und mit, aber wir werden keine Freunde mehr in diesem Leben. Müssen wir ja auch nicht. Ich bleibe einfach weiter mit Nagellack bewaffnet. Meine Neffen wollen hier aber auch nicht mehr so gedisst werden. Aber wie sagte die Süße meines großen Neffen: Ich hätte ja recht damit! Die kleinen (großen) Rotzigen haben sich nie von mir schminken lassen. Wie hätte das also je so was wie Euphorie aufkommen sollen?

Was ich allerdings heute so richtig, richtig toll fand, war die Challenge bei what’s app. Da sollte man ein altes Kinder- oder Jugendfoto hochladen. Ja, die böse Gesichtserkennung kann das scannen. Ehrlich? Da sch*** ich doch drauf! Auf einmal sieht man immer mehr Leute, die dabei mitmachen. Und schwups, schwelge ich in Erinnerungen. Meine beste Freundin aus Schultagen hat auch ein Bild hochgeladen. Oh je… nur kurz nach dieser Aufnahme habe ich sie kennengelernt. Wir haben uns damals Kassetten voll gesprochen.

Für die Youngstars: Nee, da gab es noch kein Handy. Da war im Haus ein Telefonanschluss, nur eine Leitung. Wenn die belegt war, war es doof. Gut, meist war sie von mir belegt. Es passte auch nicht alles auf eine Kassette, was wir uns so zu sagen hatten. Schließlich hatten wir uns nur vormittags in der Schule gesehen. Corona zur damaligen Zeit hätte mich aufgrund von Entzugserscheinungen völlig irre werden lassen. Ja, mehr noch, als ich es heute sind bin!

Besagte Freundin hatte ein Zimmer im Untergeschoss des Hauses, während alle anderen im ersten Stockwerk schliefen. Es lagen also zwei Stockwerke zwischen uns! Ihre Mutter hat uns damals sämtliche Horrorfilme ausgeliehen – wovon ich schon mal berichtet hatte. Vor Klassenfeten haben wir uns bei ihr geschminkt, parfümiert und schon mal vorgetanzt. Ach, war das eine tolle Zeit!

Als es dann damals nach Juist auf Klassenfahrt ging, wollten wir uns mit zwei Jungs aus der Klasse vorab nachts treffen. Wisst Ihr, wer als Einzige die Nacht über wach war? Richtig, ich. Die Jungs haben verpennt – genau wie meine beste Freundin. Aber das haben wir dann auf Juist nachgeholt. Mit Liebeskummerdrama und allem, was sonst noch dazugehört hat.

Trotz der Dramen, die wir früher auch durchlebt haben (Uli hat an besagtem Telefon Schluss gemacht! Am Telefon! So ein Sausack!), war es eine coole Zeit, in die ich heute gedanklich wieder katapultiert worden bin. Und das war schön. Also ist diese Krise auch für so was gut. Wir haben Zeit für einen derartigen Quatsch bei what’s app. Also wieder was Positives. Hach, da kann ich beruhigt pennen gehen. Aber bitte: Ich will nicht meinen ehemaligen Chef treffen. Irgendwas von früher wäre schön. Vielleicht Klammer-Blues mit Tim oder Jan? Ich kenne auch noch exakt die Lieder, die dazu liefen. Ich lass mich überraschen…

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