Aaaah, die meiste Zeit habe ich heute auf dem Balkon verbracht. Das Wetter muss ja ausgenutzt werden. Und ob ich drinnen oder draußen meine Mitschriften zur Ausbildung tippe, ist ja gehuppt wie´n Satz gemacht.

Aaaaaaber: Wer hat das eigentlich mit den Pollen erfunden? Ja, ich hatte Bio als Leistungskurs und habe das mit der Bestäubung und den ganzen Driss auch verstanden. Über allem liegt eine gelb-grüne Staubschicht – ca. jede Stunde kann man wieder eine wegwischen. Ist doch saunervig! Ja, ich weiß, dass es nötig ist. Trotzdem: Kann da nicht mal jemand was gegen machen? Vom Beamen habe ich auch noch nichts gehört. Wie ist da der Bearbeitungsstatus? Niemand hält mich auf dem Laufenden. So geht das nicht weiter! So kann ich nicht arbeiten.

Apropos: Ja, ich kann auch mal nicht lustig. Nach über acht Wochen, in denen ich vom Altenheim so gar nichts gehört habe, hat mir doch gestern die Leiterin der Sozialbetreuung über What´s App einen Link geschickt. Hä? Ja, das habe ich auch gedacht. Da geht es darum, dass es keine echten Wissenschaftler mehr gebe, sondern nur noch Menschen, die kuschen. Kurz dachte ich echt, mir platzt eine Ader, aber sie ist wieder ganz geblieben. (Hab´ ich ein Glück mit meinen Adern!) Da meldet sich die Trutschte trotz mehrfacher Anrufversuche (ok, auf Festnetz) meinerseits gar nicht und schickt mir jetzt einen Link mit dieser „Der Staat verarscht uns alle und will uns unterdrücken“-Scheiße? Echt jetzt? Dafür ist dann doch Zeit?

Durchatmen…eine Nacht drüber schlafen. Das haben große, schillernde Figuren auch immer schon gemacht. Schnellschüsse gehen ja gerne mal ins Auge. Wie die (schillernden Figuren der Geschichte) dann überhaupt in den Schlaf finden konnten, ist mir schleierhaft. Trotzdem habe ich mich daran gehalten. Vorhin packt es mich dann aber doch wieder und ich meinte, ich müsste das loswerden. Also habe ich formuliert, wie verwundert ich doch sei, nichts (aber auch so GAR NICHTS) über Wochen zu hören. Irgendwie hätte ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin etwas anderes erwartet. Betreffende Dame sollte auf jeden Fall zukünftig davon absehen, mir YouTube-Links zu schicken. Und dann überlege ich wieder: Schreibe ich „Gruß“ oder „viele Grüße“ oder was als Anschlussformel? Ich verzichte einfach komplett auf eine Grußformel und schreibe nur meinen Namen drunter. Und dann überlege ich wieder: Soll ich das wirklich losschicken? Nein, es ist kein einziges Schimpfwort drin – auch wenn mir dazu viele einfielen. Und dann spiele ich wieder „worst case“-Szenario. Was könnte schlimmstenfalls passieren? Die Olle ruft mich an? Immer her damit! Die Prutzeliese legt mir nahe, nie mehr vorbeizukommen? Davon verabschiede ich mich innerlich eh immer mehr. Also was? Nix Schlimmeres. Und so schicke ich die Nachricht ab.

Fühlt sich gut an. Ich bin es nämlich echt leid, dass manche Menschen so gedankenlos davonkommen, weil man ja „weiß, wie sie sind“. Gott, wie oft habe ich diese Redewendung gehört? Das war immer die Standardaussage meiner Mom: „Aber Kind, Du weißt doch, wie er/sie ist.“ Und? Welche Art Erklärung soll das sein? Wenn ich früher nachgefragt habe, kam dann meist: „Der Klügere gibt nach.“ Und das hat dann ein Freund mal für mich fein ergänzt mit den Worten: „Komma, bis er der Dümmere ist.“ Oder auch fein: „Du musst auch mal eine Faust in der Tasche machen.“ Ehrlich? Da stecken mittlerweile so viele drin, dass da Null Platz mehr vorhanden ist. So ´ne Faust nimmt echt Platz weg…und viele Fäuste demnach viele Plätze – oder so.

Ja, ich predige immer Kompromisse. Von denen bin ich auch nach wie vor sehr überzeugt. Nur mag ich es nicht, wenn bestimmte Menschen mit ihrer rücksichtslosen Art immer allen vors Schienbein treten dürfen, ohne dass einer was sagt. Denn meist ist die Devise ja auch: „Der/Die ändert sich nicht mehr.“ Will ich auch gar nicht. Ich will nur nicht, dass der Ärger bei mir hängen bleibt. Und deshalb lasse ich das immer häufiger auch raus. Ich muss ja dabei nicht richtig ausfallend werden…oder nachtreten im Sinne von: „Ach, und wo wir gerade so hübsch dabei sind, Dinge zu klären: Wenn Sie was schenken, dann sollte es was sein, das dem anderen eine Freude macht und nicht ihre scheiß CD zu Weihnachten mit selbst komponierten Liedern, bei denen mir nur `Müsli-Muschi mit Mate-Tee´einfällt.“ Ja, solche Gedanken kommen mir dann. Die halte ich aber wohlweislich zurück. Warum? Es entbehrt der Sachlichkeit. Jo. Ein bisschen achte ich da schon drauf. Und allein der Gedanke, ihr das mal vor den Bug zu knallen, reicht aus, um meine Laune wieder zu verbessern. Ist doch auch schon mal was, oder?

In diesem Sinne: Wer Interesse an dieser Drecks-CD hat, möge sich melden. Ich weiß nicht, ob ich sie nicht schon weggeworfen habe, aber ich biete dann an, eine neue zu kreieren – allerdings ohne CD. Einfach nur ein paar selbstkomponierte Lieder, die ich aufnehme. Der Inhalt wird das Niveau von „Du kannst mir die Nudel putzen“ jedoch nicht übersteigen. Insofern: Denkt lieber nicht wirklich darüber nach!

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