Es regnet, es regnet, die Erde wird nass… ach, herrlich. Der Natur gefällt es – und mir auch. Ich hab aber auch schon viel Gemecker darüber gehört. Macht nichts. Ich bin ja Gegenwind gewöhnt. Und dann dieses gleichmäßige Plätschern!!! Aaaaaaah, wunderbar und beruhigend. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wobei… wenn es schwül ist, ist gar keine Kleidung noch zu viel.

Ich habe heute noch frei und besuche eine Freundin. Obwohl es wirklich Bindfäden regnet, schaut sie mich ernst an und sagt: „Vorab müssen wir was klären!“ Ich schlucke und rechne mit allem Möglichen. „Essen wir jetzt ein Eis oder warten wir ab, bis Anita wieder weg ist?“ Ich muss lachen. Es ist eben so: Es gibt kein falsches Wetter für gutes Eis. Da ihre Heizung demontiert wird und sie somit nicht aus dem Haus kann, fahre ich allein zur Eisdiele hoch. Um die Ecke von Gabriele (nicht, wie ich letztens geschrieben habe „Daniele“) parke ich und laufe durch den Regen. Und dann entdecke ich das Schild: „Wir haben heute Ruhetag!“ Äääh… schade. Aber klar, bei dem Wetter. Doch Gabriele sieht mich und winkt mich zur Tür. Ich gehe hin und sage direkt, dass er es ganz richtig mit der Schließung mache. Würde ja auch nichts bringen bei dem Wetter. Und so erklärt er sich dann auch sofort: Ja, er müsse ja derzeit alles allein machen und käme auch nicht zur Buchhaltung. Und dann sei dieses Mistwetter (das ich immer noch liebe). Daher würde er heute nicht öffnen. Ich wünsche ihm schon eine gute Zeit, als er mich zurückhält. Er würde mir natürlich zwei Becher fertigmachen. Waaaaaaas? Ich winke noch ab: „Neeeee, echt nicht nötig. Wirklich jetzt. Das passt schon.“ Doch, doch, ich sei ja nicht so oft da. Tja, wo er Recht hat… So ist das eben, wenn man einen Eisverkäufer seines Vertrauens hat – unschlagbar.

Was soll ich sagen? Es schmeckt einfach nur verdammt lecker. Besonders das Erdnusseis, das er neu im Programm hat. Darin sind karamellisierte Erdnüsse enthalten. Alter Falter, schmeckt das göttlich! Wer braucht da schon Sonne, Strand und Meer? Gut, ok, das Meer würde mir natürlich auch gut gefallen, aber das wird schon wieder irgendwann. Und dann versenke ich meine Zehen tief in den Sand…

Apropos: Ab heute dürfen wir ja wieder reisen. Wenn ich dann die vollen Flugzeuge sehe, freut mich das natürlich in beruflicher Hinsicht. Ansonsten kann ich nur den Kopf schütteln bzw. mir an denselbigen fassen. Wer hat denn jetzt Lust auf Urlaub? Mit Maskenpflicht im Hotel, auf Abstand beim Frühstück und riesigem Kollektiv-Zucken, wenn dann mal einer niest. Jetzt kann man sagen: Hey, die Leute machen das für die Tourismusbranche. Aber nein, so altruistisch sind sie nicht. Die Leute machen das, weil sie schon so ewig auf Entzug sind. Nach ca. 90 Tagen schon! Hallo, was ist wenn die mal wirklich auf etwas Wichtiges verzichten müssten? Ääääh, verrückt!

Anders verrückt sind da die Holländer. Die haben ein neues Pilotprojekt ins Leben gerufen, was mich fasziniert. Das Gericht kann einen dort zu einem Alkoholentzug verdonnern. Leider gibt es dabei eine viel zu hohe Rückfallquote – so ca. 75%. Da Holländer ja anders sind und unkonventionell denken, probieren sie gerne auch mal etwas anderes aus. 500 Alkoholkranke tragen in einem Pilotprojekt eine Fußfessel. Über diese Fußfessel wird der Alkoholgehalt im Schweiß gemessen. Klar versuchen hier ganz Clevere natürlich auch, das System zu betrügen – einer mit Hähnchenfleisch, das um die Haut gelegt wurde. Aber durch die andere Körpertemperatur fiel der Betrug dann trotzdem auf. Und siehe da: Die Erfolgsquote ist wesentlich höher als beim Entzug in einer Klinik. Es ist und bleibt eine Sucht. Doch wenn man neue Wege ausprobieren kann, die mehr Erfolg versprechen, ist es eine geniale Idee, die vielen zugutekommen kann.

Ich bin immer wieder begeistert über das Querdenken mancher Menschen. So entstehen interessante, neue Möglichkeiten. Und so was geht in allen Bereichen…sei es dieses Beispiel der Holländer, aber auch im technischen Bereich. Elon Musk ist so ein Mensch. Ich finde ihn völlig lala, den Namen seines Kindes total schräg, aber sein fast schon kindliches Ausprobieren und seine visionären Ideen faszinieren mich sehr. Schade nur, dass die meisten hämisch lachen, wenn bei so jemandem etwas so völlig misslingt. Anstatt sich anstecken zu lassen, wie Kinder das so selbstverständlich tun. Nur durch manche irren Ideen entstehen coole, neue Sachen. Ich freu mich drauf… Und da kommt noch vieles, ganz sicher.

2 Kommentare

  1. Es ist echt bizarr, wie sehr sich die Leute dabei anstellen zu Hause zu bleiben. Traurig, dass es ihnen in den eigenen vier Wänden, der eigenen Stadt, im eigenen Leben so wenig gefällt, dass sie keine 3 Monate darin verharren können….
    Was den Erfindungsreichtum bzw. den Mut neue Wege zu gehen der Holländer betrifft…stimmt!
    Schönen Tag, Nicole

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    1. Krass, oder? Aber wenn man Zuhause auf sich selbst zurückgeworfen ist, muss man an seine Themen ran. Das ist für manch einen bestimmt nicht gerade lustig. 🤷‍♀️
      Und jaaaaaaa, die Holländer sind einfach anders, aber eben cool anders. 😁

      Gefällt 1 Person

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