Was für ein Tag. Hammer…Ich habe immer noch keinen Schlüssel für den doofen Porsche bekommen. Langsam glaube ich ja, es geht nicht mit rechten Dingen zu. Irgendwer verarscht mich da echt kräftig. Aber gut, es sind ja noch ein paar Tage. Wehe, die ziehen meinen Namen nicht irgendwann mal!

Zunächst bin ich mit einer Mitschülerin zum Frühstück verabredet. Mit Maske und ausreichend Abstand, geht´s ins Café, wo uns eine nette, aber reichlich verpeilte Bedienung begrüßt. Die Frau ist echt nett, vergisst aber immer wieder hier und da was, was sie selbst am meisten stört. Wir sind hingegen völlig tiefenentspannt. Kerstin grinst mich über den ersten Kaffee hinweg an und sagt: „Gar kein schlechter Wochenstart, oder?“ Sie muss morgen und übermorgen arbeiten. Es ist echt schön mit ihr, und die Zeit verfliegt. Nach knapp zweieinhalb Stunden trennen wir uns – aber dieses Mal nicht, ohne einen neuen Termin zu vereinbaren. Es ist wie verhext: Wenn ich nicht sofort was vereinbare, verläuft das alles dirket im Sande. Der Alltag schluckt so viel, wie es kein schwarzes Loch im Weltall vermag (als hätte ich Ahnung von so was!).

Ich schlendere im Sonnenschein heimwärts, wo ich mich dann an die Essensvorbereitungen mache. Irgendwie ist es schon mein Ziel, pünktlich „et Äätö op d´r Dösch“ zu haben. Ich bekomme das sogar alles rechtzeitig hin. Um es kurz zu machen: Es ist viel zu kompliziert, die Spülmaschine da rauszuziehen, ohne vorher ein paar Dinge abgecheckt zu haben. Dann ist das eben so. Erstmal essen wir auch ausgiebig. Und ich bin so was von erleichtert: Es schmeckt meiner Kollegin/Bekannten/auf-dem-Weg-zur-guten-Freundin auch gut. Da ist das Hausfrauenherz natürlich glücklich. Jemanden nach Hause gehen zu lassen, der noch Hunger verspürt, wäre ganz arg schlimm für mich. Da habe ich voll den Schuss weg. Meist koche ich ja echt fürs Krankenhaus mit. Dieses Mal würde kein Krankenhaus satt, aber wir könnten mindestens noch einen Tag gemeinsam davon essen. Ich werde also einiges einfrieren müssen. Aber entgegen meiner sonstigen Art, erledige ich das jetzt nicht mehr. Ich schiebe es – ganz Scarlett-like – einfach auf morgen. Das passt.
Es ist ein Wahnsinn, wie wir tausend Themen in kürzester Zeit anreißen, manches vertiefen, über einiges den Kopf schütteln und mit ganz viel Humor spicken. Irgendwie sind auch ein paar Dinge spooky, aber das werde ich hier mal nicht beschreiben, weil ich dann in die Eso-Ecke geschoben werde, in die ich so gar nicht gehöre. Mit manchen Menschen ist es einfach unheimlich…unheimlich schön, unheimlich vertraut. Und so reißen wir den Rekord von letzter Woche und bringen es auf satte achteinhalb Stunden. Ja, wir haben eine am Helm. Aber es war nicht eine Sekunde Pause, nicht einen Moment langweilig, kein Körnchen ermüdend. Faszinierend…aber Ihr dürft es gerne auch krank nennen. Ist mir wurscht. Ihre Lebensgefährtin schreibt zwischendurch, dass sie nun ins Bett gehe, weil sie zu müde sei und wir einfach nur Quasselstrippen. Recht hat sie.
Ich glaube, es gibt so etwas, wie verwandte Seelen. Keine Ahnung, wie lange wir uns in diesem Leben begleiten, aber ich nehme es so an, wie es jetzt gerade ist…und das ist einfach schön. Nach einem Tag der Ernüchterung, wie gestern, tut es einfach gut, so was dann auch mal wieder zu erleben. Und mit diesem glückseligen Gefühl im Herzen, krabbel´ ich jetzt in die Pofe. Ach, ist das schön. So was wünsche ich jedem!

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