Isset widda so weit? Jupp. Et is Mooooontach. Wer braucht diesen Tag in der Woche? Mal Hand aufs Herz?! Und trotzdem gibt es ihn. Ich wäre fürs kollektive Abstimmen und die anschließende Abschaffung dieses Tages. Wobei…heute ist er gar nicht so schlimm. Und – wenn wir mal ehrlich sind – ist der Montag erst vollbracht, ist gefühlt schon fast die Woche rum. Woran ich allerdings arbeiten muss: Ich träume immer voll den Mist von sonntags auf montags. Diese Nacht kann ich zeitweilig nicht unterscheiden, ob ich noch schlafe oder wach bin. Ich habe ein Problem gewälzt, von dem ich dachte, es sei völliger Nonsense. Nur erinnern kann ich mich nicht mehr. Hätte ich mitten in der Nacht aber das Licht eingeschaltet, um das zu notieren, wäre es mit dem Schlafen komplett gelaufen gewesen. Herrlich, wie bekloppt ich doch bin. Der gute, alte Freud hätte vermutlich seinen Spaß mit mir.

Das Meeting ist heute nicht ganz so arg schlimm, aber ich merke bei Verschiedenes an, ob wir nicht noch mal besprechen könnten, was hierhin gehört und was schlichtweg überflüssig ist, denn wir haben – wie fast immer – länger gebraucht, als die Zeitvorgabe ist. Wir sind Hüter dieser Methode und schulen andere darin, knackig-zackig auf den Punkt zu kommen und verlieren uns völlig im Klein-Klein des Gesabbers. Die meisten pflichten mir bei – außer Heinz. Der hingegen, so berichtet mein Chef, flötet und pfeift Loblieder auf mich. Hä? Ja, was ich denn mit dem gemacht hätte? Trocken kommentiere ich: „Angst, Schätzelein. Angst ist sein Berater. Und er hat Angst vor mir.“ Lachend räumt mein Chef ein: „Des konn scho sei.“ Ich spüre kurz nach und entgegne: „Solange er mir dadurch weniger auf den Sack geht, darf er gerne diese Angst behalten.“ Ganz nebenbei eröffnet mir mein Chef dann aber auch, dass meine neue Zusatzaufgabe (zu der ich immer noch nicht mein Einverständnis gegeben habe) doch größer werden wird. Äääääh? Es ist ja so schon angespannt. Nun soll ich noch zwei komplett neue Bereiche hinzubekommen. Das ist mindestens einer zu viel. „Woaßt wos? Da scheiß´ i auf die Kuazoabeit un nehm´ Di naus!“ And once again: Äääääh? „Also, danke, aber…ääääh…in welcher Verhältnismäßigeit steht das zu den Leuten in der Produktion, wo hinten wirklich ein Produkt mit Hand und Fuß rauskommt?“ Die Erklärung ist jene, die Eltern auf der ganzen Welt immer schon glücklich gemacht hat: „Wenns die ondärn des a so mache, warum sann dann nur mia die Deppen, die sich dron hoiden?“ Warum wir die Deppen sind, dazu fällt mir wahrlich einiges ein, was aber in diesem Gespräch nicht zielführend sein dürfte. Allerdings halten nicht nur wir uns an die Kurzarbeit, sondern schon einige andere Bereiche ebenso. Nur die, die gerade noch fett Kohle machen, sind komplett da. Dagegen nimmt sich meine Tätigkeit eher lächerlich unproduktiv aus. Aber erklärt das mal einem Kleingeist…

Eine Kollegin spricht mich heute auf einen Beitrag an, der wohl gestern im Fernsehen gelaufen sein muss: Frauen, die sich zu verurteilten Männern hingezogen fühlen. Und da kommt sie auf mich – ich brech´ ab. Neiiiiiiin, so meint sie es nicht. Aber ich habe doch die Inhaftierten geschult. Sei denn da keiner dabei gewesen, von dem ich gesagt hätte: Wenn ich den „draußen“ getroffen hätte, hätte der mir durchaus gefallen können. Doch, muss ich zugeben. Und ja, viele Frauen mögen ja durchaus den Bad Boy. Früher (als ich noch jung und knackig war) haben mich immer die Jungs interessiert, die eben nicht in meine kleine, begrenzte Welt gepasst haben. Meine Mutter hatte Schnappatmung, dass sich ein Kleinkünstler und Animateur für mich interessiert hat. Er ist mit seinen damals 22 Jahren (ich war 16) von Dortmund in den tiefsten Westen gefahren, um mich zu besuchen. Das Coolste an ihm war, dass er eben so gar nicht in das spießige Bild gepasst hat. Heute fänd ich das jetzt nicht mehr unbedingt attraktiv.
Aber, um mal beim Thema zu bleiben: Ich kann Frauen nicht verstehen, die fasziniert sind, weil sie wissen, die Männer haben ein Verbrechen begangen. Wenn Du es nicht besser weißt, dann kann das ja passieren. Aber gezielt einen Mörder (oder dergleichen) zu kontaktieren, ihn im Knast kennenzulernen, zu heiraten etc., das ist mir zu abgedreht. Dabei sind das häufig nicht einmal dumme Frauen. Es soll sogar eine Juristin in der gestrigen Reportage dabei gewesen sein. Da denkt man doch, die müsste es besser wissen. Einen Vorteil hat es natürlich: Verlassene Frauen können sich recht sicher sein, dass dieser Kerl ihnen nicht so leicht davonläuft. Ob das allerdings Motivation genug sein soll, kann ich mir kaum vorstellen. Fakt ist: Ich habe gelernt, dass Frau es keinem ansieht, was er/sie auf dem Kerbholz hat. Und die Harmlosesten sind die Schlimmsten. Da bin ich aber meilenweit weg von den Bad Boys. Bei denen kann man ja mit einigem rechnen. Wirklich überraschen tun einen die anderen, die so harmlos, unbedarft und lieb daherkommen. Mmmh, wenn ich so darüber nachdenke, muss ich wohl wieder nach einem richtigen Bad Boy Ausschau halten. Mal schauen, was mir da so vor die Flinte kommt.

Ansonsten lebe ich tagtäglich nur vom Zählen. Noch elf Mal schlafen, dann fahre ich zu meiner Familie. Ich bin ja normalerweise jemand, der auf den letzten Drücker den Koffer packt. Aber für meine Heimfahrt, krame ich alles Mögliche schon seit Wochen zurecht. Irgendwie denke ich immer, ich komme für Jahre nicht mehr dorthin, was ja totaler Blödsinn ist. So manche Marotten erwirbt man ja über die Jahre…und irgendwie kultiviere ich diese auch. Warum auch nicht? Langweilig kann ja jeder.

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