Ich bin echt früh ins Bett verschwunden, aber nicht sicher, ob das so gut war. Ich fühle mich zum Glück wieder fit heute, doch meine Träume! Puh! Onkel Hubert kommt drin vor. Wer das ist? Ein verlogener, fieser Drecksack und der Bruder meiner Mom. Gesehen habe ich ihn vor vielen Jahren das letzte Mal. Er ist der einzige Mensch, an dem ich – ohne mit der Wimper zu zucken – vorbeigehen würde, wenn er um Hilfe bitten würde. Richtig, sogar Heinz würde ich helfen. Und ja, ich weiß, wie hart das klingt – also das mit meinem Onkel, nicht mit Heinz. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Hubert jedoch überhaupt mal wiedersehe, ist gering. Sein Hilfegesuch noch unwahrscheinlicher. In meinem Traum war er jedenfalls schwerkrank, weshalb eine liebe Tante, die er immer gepiesackt hat, zu ihm geht und ihre Unterstützung anbietet. Wie ich auf so einen Schwachsinn komme? Keine Ahnung. Ich wohne ja nicht in meinem Kopf.

Der zweite Traum ist noch viel schlimmer. Ich bekomme das Angebot unterbreitet, die Prüfung noch mal zu machen. Es seien neue Erkenntnisse hinzugekommen. Neugierig, wie ich bin, schaue ich kurz rein, um dann festzustellen, dass die Zeit schon läuft und das Ergebnis des alten Tests leider auch verfällt. Von den Fragen kann ich keine einzige beantworten. Eine halbe Stunde vor dem Wecker werde ich völlig fertig wach. Man, man, man, was hallt dieses Ereignis noch in mir nach.

Um 4:39 Uhr ist es doch noch zu früh, aufzustehen, aber um 6: 14 Uhr bringt es auch nichts mehr, sich noch mal umzudrehen. Es zieht mich gen Rheinland. Von 9 bis 10 Uhr habe ich noch einen Termin, doch sofort im Anschluss düse ich auch schon los. Mein armes Auto ist komplett voll. Ich kann schon noch rausschauen. Doch wie sagt mein Schwager zu meiner Begrüßung an seine Frau gewandt: „Hilfe! Die will hier einziehen!!!“ Nö, nur vorübergehend. Die Fahrt verläuft völlig reibungslos – zumal für einen Freitag. Ich schaffe es in unter sechs Stunden und werde mit warmem Essen belohnt. Ich bin „Zuhaus“… also in einem Teil meines Zuhauses. Wo mein richtiges Zuhause ist, kann ich gar nicht sagen. Aber das macht auch nichts. Für den Moment bin ich glücklich. Und das zählt.

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