Wenn Du denkst, es geht nicht mehr….geht doch noch mehr. Herrlich! Heute habe ich überstundenfrei. Und deswegen treffe ich mich mit einer Freundin von der Arbeit. Ja, die Zweite in Folge – bin ich ein Flittchen! Eigentlich waren wir zum Spaziergang verabredet mit anschließendem Kuchenessen. Uneigentlich soll es heute aber usselig werden. Mit anderen Worten: Es soll plästern. Könnt Ihr auch nix mit anfangen? Na dann so: Heftig und viel regnen. Jetzt verstanden? Also sage ich, dass ich nach wie vor backen würde, aber auf den Spaziergang verzichten wolle. Das sieht meine Freundin genauso. Ich glaube allerdings, hätte ich ihr gesagt, wir gehen spazieren, aber es gäbe anschließend keinen Käsekuchen, hätte es Tote gegeben. Andersrum ist es also eindeutig besser.
Als ich sie gestern per What´s App frage, wann sie denn vorbeikommen wolle, antwortet sie mit: „Ich kann ab halb zehn.“ Äääääh, ich liebe Käsekuchen, keine Frage. Aber zum Frühstück?!?! So pervers bin nicht mal ich. Also schlage ich vor, dann doch lieber zu frühstücken und den Kuchen auf später am Tag zu verschieben. Damit kann sie auch leben. Und so trudelt sie irgendwann mit Brötchen bewaffnet ein. Das letzte Treffen ist wieder viel zu lange her, also umarmen wir uns erstmal ausgiebig. Jaaaaaaa, nicht regelkonfrom. Ich sch*** drauf!
Da es draußen so ungemütlich aussieht, habe ich uns ganz stimmungsvoll Kerzen angezündet (ich weiß, auf so was stehen nur wir Mädels) und lecker Cappuccino gemacht. Heute verwende ich auch die richtige Milch, die sich aufschäumen lässt, ich Depp. Meine Freundin ist so, wie kleine Kinder an Weihnachten, weil sie sich so freut. Ihre Augen funkeln richtig, sie strahlt, wie ein Weihnachtsbaum. Es sei soooo schön, umsorgt zu werden. Darin wiederum, gehe ich ja auf. Ich betüddel´ ja gerne. Also passt es doch hervorragend.
Wir ratschen, ratschen und ratschen. Dabei bringe ich sie auf den neuesten Stand, was in unserem Team so abgeht, weil sie ja schon länger fehlt. Irgendwann schlägt sie vor, doch ein Ründchen zu spazieren, weil es doch jetzt auf einmal so schön draußen sei. Mmmh…ich bin eine faule Socke. Aber wir raffen uns dann doch noch auf und schlendern hoch zum Schloss, wo sie noch nie war. Kurz vor dem Schloss unterhalten wir uns noch, ob hier wohl Maskenpflicht sei? Und prompt laufen wir zwei Personen vom Ordnungsamt in die Arme. Der Ordnungshüter nickt und sagt: „Ja, die gilt hier.“ Er hat uns also gehört. Er und seine Kollegin sind ganz ruhig, zicken uns nicht an, sondern sind einfach bemüht, die Leute darauf hinzuweisen. Passt völlig, aus meiner Sicht. Wir ziehen also brav die Masken auf. Auf diesem Straßenabschnitt gilt sie, aber der größte Teil der Strecke war maskenfreie Zone. Da soll noch einer durchblicken! Für ein paar Selfies oben am Schloss ziehen wir kurzfristig die Maske noch mal ab, aber verstecken uns dabei hinter einem Baum. Es geht auch rappzapp, nur wenn schon dieser dämliche Föhn herrscht, der einen die Berge in der Ferne gut erkennen lässt, dann sollten wir das auch kurz ausnutzen.
Im Schlossgarten setzen wir uns dann auf eine Bank in der Sonne. Mmmmh, es hat fast was von Frühling – bis es sich dann recht zackig wieder zuzieht. Die ersten Tropfen fallen, bis es dann doch voll zu plästern anfängt. Das ist echt typisches Aprilwetter – im Januar! Sind denn alle bekloppt?! Dafür schmecken Tee und Käsekuchen danach umso besser. Wir knacken den Rekord. Nach sieben Stunden fährt sie dann doch mal nach Hause. Dort angekommen, spricht sie mir entsetzt eine Nachricht auf, es tue ihr so leid, meinen kompletten freien Tag gesprengt zu haben! Darüber habe sie ja gar nicht nachgedacht. Wir waren ja schließlich nur zum Kuchenessen verabredet gewesen. Och, ich bin da fein. Dieses Treffen hatte die Länge eines normalen Arbeitstages, solange wir in Kurzarbeit sind. Da ist das doch die perfekte Alternative – zumal nach dieser Woche mit Heinz. Ich hab´s einfach nur genossen. Von solchen lockeren Stunden kann ich durchaus mehr vertragen. Dann klappt´s auch wieder besser, mich zu motivieren.

Apropos Motivation: Der Landrat des Kreis Heinberg, Herr Pusch, war auch mal wieder motiviert. Ich bin ja nicht so wirklich politisch engagiert, aber kann seinen Frust nachvollziehen. Im nachfolgenden Link kann, wer will, mal hören, was ihn so langsam nervt – wie uns alle. https://youtu.be/7nLdhceDCTQ Und das ist das, was ich so häufig mit fehlender Führungskompetenz beschreibe. Er regt sich auf, dass es derzeit nur Schuldzuweisungen gebe, aber keine Fehlerzugeständnisse. Und ja, dieses Spiel zieht sich ja durch alle Kreise und Schichten. Keiner übernimmt Verantwortung. Wenn was klappt, klopft man sich auf die Schulter und rühmt sich selbst. Wenn was verkackt wird, waren es immer die anderen. Ich meine, was bringen wir Kindern immer wieder bei? Wenn Du was verbockt hast, dann sei ehrlich! Es darf nicht gelogen werden! Wieso gilt das nicht mehr für Erwachsene? Wann ist es „in“ geworden, andere zu diffamieren, statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen? Die Pandemie ist etwas, das uns alle eiskalt erwischt hat. Und vieles musste ausprobiert werden, weil es eine völlig neue Situation war (und ist), die keiner einschätzen kann. Das kennt man aus der Wissenschaft, wo wir von Hypothese – Versuch – Hypothese – Versuch reden. Zu dem, das man noch nicht (be)greifen kann, bildet man eine Hypothese. Und dann testet man das. Wenn es gut ist, arbeitet man daran weiter. Wenn es nicht gut ist, verwirft man es, sieht es aber als Erfolg an, da man wieder etwas dazugelernt hat. Das wiederum will sich aber kein Politiker eingestehen. Ich möchte kein Politiker sein, aber mit einer Arroganz, wie der von einem Herrn Spahn oder Herrn Laschet, kann man sich nicht einfach so durchlavieren. Das holt einen ein. Schade, dass Kinder den großen Politikern so vieles voraushaben.

Positiv und gut, finde ich folgendes Video: https://youtu.be/pGJEVXvOcRY Darin geht es um das Ende von Corona, das wir herbeisehnen, aber vor allem darum, wie wir das realistisch erreichen können. Es ist sachlich, gut verständlich aufbereitet. Ich finde den Hinweis gleich in zwei Statusmeldungen heute Morgen. Es werden Begriffe erklärt, die manchmal auch falsch verstanden werden können, wie beispielsweise auch die „steriliserende Immunität“. Da verstehen manche, dass wir sterilisiert werden sollen. Das hat damit mal so gar nichts zu tun. Entsprechend bin ich froh, wenn es Menschen gibt, die solche Begrifflichkeiten und Sachverhalte verständlich für uns alle aufzubereiten. Ich hatte zwar Bio Leistungskurs, aber da kamen solche Begriffe nicht drin vor. Doch man lernt ja nie aus, gell? Und das ist auch gut so.

Das Wetter soll ja usselig bleiben – zumindest hier im Süden. Da ist es doch gut, dass ich noch Käsekuchen übrig habe. Den werde ich morgen mit einem Käffchen genießen und es mir gut gehen lassen. Isset nich schön? Wie geht der Witz noch:

Sagt sie in der Nacht zur Goldhochzeit zu ihrem Mann: „Isset nich schön, wie lange wir zwei schon zusammen sind?“ Er nickt und sagt schicksalergeben: „Ja, das is nich schön.“

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