Als ich gestern Abend früh ins Bett gekrabbelt bin, habe ich noch eine What´s App erhalten. Darin enthalten war ein Link zu einem Musikvideo. Ach, was soll ich sagen? Da kamen die musikalischen Helden meiner Jungend drin vor. Ein paar Gitarristen spielen gemeinsam die Titelmusik von „Game of Thrones“. Ist das geilo! Als ich mich bei meinem Kollegen und ehemaligen Coachee bedankt habe, antwortet er: „Uuups, solltest Du gar nicht bekommen.“ Es hat mich allerdings riesig gefreut, was ihn vollkommen überrascht, denn wir reden hier nicht von der neuen deutsche Welle, sondern echt von den harten, schweren Jungs. Hallo?! Wirke ich etwa wie ein Helene Fischer Fan??? Was dann entsteht, ist einfach nur göttlich: Wir tauschen unsere „all time favourites“ aus. Dabei schickt er mir irgendwann eine Playlist, bei der ich lachen muss. 80 Prozent Deckungsgleichheit, was mir so auch noch nicht passiert ist. Irgendwann bettle ich, ich müsse nun wirklich, wirklich schlafen. Er kann´s nicht lassen und schickt mir noch ein paar (sieben) Links. Da muss ich heute Morgen dann doch ganz arg grinsen. Ja, Musik hilft mir immer wieder. Ich habe Zeiten, da höre ich gerne auch ruhige Musik. Aber im Grunde meines Herzens liebe ich einfach den guten alten Rock und Heavy Metal. Es gibt auf der Autobahn im Stau nichts Besseres. Gut, die Menschen um einen herum schauen durchaus manchmal blöd, aber ich habe auch schon Situationen gehabt, wo die Jungs im Auto daneben mit gebangt haben. Einfach köstlich.

Trotzdem habe ich heute Morgen Kopfschmerzen. Das schreibe ich allerdings eher dem Wetter zu. Mannomann, das Wetter schlägt lustige Kapriolen. Das macht keinen Spaß – also meinem Kopf zumindest nicht. Leider passt es ja zur allgemeinen Stimmung. Wobei…heute ist es echt schon wieder besser. Dabei ist der Workshop am Morgen ein zähes Ringen. Und mein neuer Coachee meldet sich auch schon zwischendurch, bei dem ich heute schon in weiser Voraussicht leide. Es kann nicht immer alles rundlaufen, gell? Und genau so ist es dann auch am Nachmittag. Meine Kollegin ist krank, was mir leider niemand mitgeteilt hat. Entsprechend fallen dann kurzfristig zwei Veranstaltungen aus. Huch! Da mein Kopf sagt: „Lass´ mich in Ruh´!“, meine Überstunden schon jetzt viel zu hoch sind und ich auch so wenig Bock habe, breche ich für heute ab. Immerhin habe ich heute Abend wieder Fortbildung. Kurzentschlossen haue ich mir eine Kopfschmerztablette rein und lege mich tatsächlich aufs Öhrchen.

Auch wenn ich nur unruhig nicke, hilft es ein wenig. Zumindest insoweit, als ich noch den Eierlikör für morgen zusammenhauen kann. Zwei kleinere Flaschen sind abgefüllt, aber es bleibt eine halbe Tasse übrig. Mmmmh…was soll ich damit nur machen? Ich erwärme Milch, mische das Ganze miteinander und hocke mich damit in die Schulung. Huiiiiii… So geht´s echt gut. Und dann steht da auch noch eine Frage von einem Mitschüler, den ich nicht kenne: Er hat Kneipen- und Fernweh. Ob es dagegen auch etwas gebe? Ich rate ihm zu Eierlikör und Muzen am morgigen Altweiber-Donnerstag. Es wirkt – er outet sich als Ruhrgebietler. Von den 29 anderen Mitschülern kommt so gar keine Regung. Puh, die sind so verknöchert, dass es schon weh tut.
Übrigens habe ich heute vom Amtsleiter eine Antwort erhalten – man höre und staune. Angeblich sei heute ein Rückläufer angekommen, da der Brief vom 19.1. nicht zustellbar gewesen sei. Die Hausnummer war falsch aufgeschrieben. Is kar, oder? 21 Tage hat die böse, böse Post gebraucht. Eine Entschuldigung ist auch keine dabei. Aber immerhin habe ich nun schriftlich, für die Oktober-Prüfung angemeldet zu sein. Damit habe ich ja mein Ziel erreicht. Ich will mich auch nicht mehr darüber ärgern. Aber normal ist dieses Verhalten echt nicht. Egal – ich bin angemeldet. Hoffen wir mal, dass überhaupt Prüfungen stattfinden. Der Lockdown ist ja zunächst mal bis zum 7.3. verlängert. Hoffen wir mal alle das Beste.
Und was ist das Beste? Dass ich bestimmt mit der heißen Omma (heiße Milch mit Eierlikör) intus gut schlafen kann. Ich muss schließlich für morgen fit sein! Wenn schon nicht im Rheinland, dann doch immerhin im Kleinen ein bisschen Karneval feiern. Es sind die kleinen Freuden, die zählen, oder? Eben.

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