Heute habe ich frei und schlafe aus. Ganz in Ruhe frühstücke ich und genieße es, nichts tun zu müssen. So sehr mich das zwischendurch auch genervt hat, ist es mittlerweile voll ok. Ich könnte mich nach wie vor nicht damit anfreunden, auf Dauer gar nichts zu machen. Aber zwischendurch solche Faulenzertage? Doch, die mag ich. Und so verläuft dann auch mein Tag…ruhig und unspektakulär. Bis auf eine Ausnahme: Der ältere Herr vom Flüchtlingsheim meldet sich. Ich hatte ihn vor zweieinhalb Wochen noch mal angeappt und keine Antwort erhalten – bis jetzt eben. Er sei sehr lange krank gewesen. Und leider dürften sie gerade nicht zu den Geflüchteten, da es coronabedingt eben strikte Vorschriften gebe. Auch krass, oder? Die Menschen tun mir schon sehr leid. Sie verlassen ihre Heimat, machen sich in die Ungewissheit auf und werden dann hier erstmal isloiert, da ein unsichtbares, komisches Etwas sein Unwesen treibt. Wenn man Bomben erlebt hat, Leichen auf der Tagesordnung gestanden haben, dann muss einem so ein unsichtbarer Feind noch skurriler vorkommen als uns in Europa. Und so verharren sie in den Flüchtlingsheimen und harren der Dinge, die da kommen – in Teilen schwer traumatisiert und mit ungewisser Zukunft.
Die städtischen Bedingungen haben sich bzgl. der Geflüchteten auch mittlerweile geändert. Der Sozialarbeiter sei nur noch für eines der beiden Häuser zuständig. Ah ja. Der ältere Herr habe mich aber nicht vergessen und noch mal mit dem Sozialarbeiter gesprochen. Sie werden sich bei mir melden, wenn es wieder möglich sein wird, mit den Geflüchteten zu arbeiten. Da bin ich geplättet. Mit einer Antwort hatte ich ja gar nicht mehr gerechnet. Gestern erst habe ich ja gesagt, dass ich die Hoffnung diesbezüglich aufgegeben habe. Manchmal ist das so: Wenn man etwas loslässt, läuft es plötzlich. Wir werden sehen, was da noch kommt. Ich würde mich in jedem Fall riesig freuen, wenn da doch mal Bewegung reinkäme.

Was mir heute wieder einmal passiert: Ich versacke bei YouTube. Immer wenn ich mir hier etwas anschaue, springe ich von Höcksen über Stöcksen. Es ist, wie eine Sucht. Musik berauscht mich immer wieder aufs Neue. Manche Stimmen gehen einfach unter die Haut. Und so stolpere ich wieder einmal über neue, mir bislang unbekannte Künstler. Aaaah, es ist krass. Der Blick auf die Uhr verrät mir, wie viele Stunden ich mal wieder abgedriftet bin. Naja, jeder hat so seine Sachen, die ihn fesseln und faszinieren. Bei mir ist es immer wieder Musik.

Was mich weniger fasziniert, ist der krasse Wechsel des Wetters. Die Vögel zwitschern, alles grünt. Als ich letztes Wochenende zu meiner Kollegin gegangen bin, war ringsum alles weiß. Es liegen über 25 Grad Unterschied zwischen letztem und diesem Freitag. Da muss ich mich nicht wundern, wenn mein Kopf die Grätsche macht. Geht vorüber, ich weiß. Nervt trotzdem. Aber den Klimawandel gibt es ja genauso wenig, wie es Corona gibt. Oh man! Ich kann echt nicht verstehen, wie Menschen immer noch so einen Mist absondern. Aber sie sterben nicht aus – leider. Stattdessen dürfen sich die Menschen, die vorsichtig sind und die Regeln befolgen, von den Deppen auch noch angiften und mit Hetze überziehen lassen. Schade… Und leider hat es nicht mit dem IQ zu tun, wer anfällig für Verschwörungstheorien ist. Keine Ahnung, ob man den EQ mal überprüft hat? Ich vermute, da könnte die gemeinsame Konstante zu finden sein. Aber die emotionalen, rücksichtslosen Krüppel braucht es wohl, weil es sonst zu langweilig würde. Sorry…es nervt einfach nur noch.

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