Ich komme in den Wald und seh´ vor lauter Wald die Bäume nicht mehr. So in etwa geht es mir heute. Gefühlt sind gerade zu viele Bälle in der Luft – oder Tannen im Weg. Ich kann da ganz viele Bilder malen. Jetzt, wo klar ist, dass wir wieder in Kurzarbeit gehen werden, kommen manche aus der oberen Heeresführung auf die Idee, noch ganz schnell alle möglichen zusätzlichen Arbeiten reinzukippen. Ist logisch, oder? Wir haben weniger Arbeitszeit für mehr Themen. Nun war ich in Mathe ja echt immer Grütze, aber das kapiere selbst ich, dass das nicht funktionieren kann. Und so fällt´s mir dann gerade auch auf die Füße, dass ich eigentlich am Donnerstagnachmittag einen wichtigen Termin moderieren muss. Uneigentlich ist meine externe Schulung aber zeitlich angepasst worden, weshalb ich doppelt gebucht bin. Ich kann nur noch hoffen, dass mir eine Kollegin den Nachmittagstermin abnehmen wird. Wir werden sehen, ob es funktioniert. Teilen kann ich mich nämlich nicht – zumal ich auch sicher bin, dass keiner zwei von meiner Sorte um sich haben will.

Zu allem Überfluss spinnt dann heute auch noch Skype. Wir haben quasi einen Totalabsturz. Gut, für Heinz ist das jetzt kein Drama, für den Rest von uns dann schon. Meine Veranstaltung wird kurzerhand auf Teams umgeleitet, worin ich bisher nie arbeiten musste. Im Grunde ist da auch vieles ganz intuitiv zu handhaben, aber…es frisst eben alles etwas Zeit. Das Positive am heutigen Tag? Aufgrund des Ausfalls habe ich kein Teammeeting. Das nicht so Tolle? Ich hocke permanent in Veranstaltungen. Pause ist nicht möglich, aber die wird ohnehin überbewertet – und selbstverständlich in Abzug gebracht. Wir müssen ja revisionssicher sein, gell? Ihr seht schon: Heute ist ein bisschen mimimi angesagt. Dabei empfinde ich den Tag nicht als schlimm, nur einfach als zu voll. Irgendwie reichen 24 Stunden nicht aus. Wie hat es im Vertrieb immer geheißen: „Wenn uns die 24 Stunden nicht reichen, nehmen wir einfach noch die Nacht dazu.“ Da soll man nicht ramm dösig im Kopp werden.

Als ich dann endlich Feierabend machen kann und wieder einmal zu viele Überstunden angehäuft habe, muss ich auch schon los, da ich noch einen Termin in der Stadt habe. Und wie ich da so im Auto an der Ampel hocke, schweift mein Blick umher und erfasst: Richtig, die erste offene Eisdiele. Im Grunde nicht verkehrt bei dem Wetter, aber mir ist so gar nicht danach. Als ich dann weiterfahre, frage ich mich, wieso ich eigentlich keinen Bock auf Eis habe? Mmmmh…im Grunde liegt es nur daran, dass ich so abgehetzt unterwegs bin. Hätte ich mehr Zeit und könnte herumschlendern, dann fänd´ ich das erste Eis des Jahres bei dem Wetter durchaus passend. Was lernen wir daraus? Wenig Zeit kann auch gut für die Hüften sein…wobei da ohnehin Hopfen und Malz verloren ist.
Als ich von meinem Termin rauskomme, ist es bereits dunkel. Und im Dunkeln ist zwar gut munkeln, aber ein Eis dann auch nicht mehr das Mittel der Wahl. Ihr seht schon: Der Kreis schließt sich. Es ist ein Montag aus dem Bilderbuch…oder wie heißt es in dem netten Malbuch: „Gewisse Menschen sind so unnötig wie der Montag.“ Schade, dass mir der nicht eingefallen ist.

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