Gestern habe ich noch brav meinen Blog-Beitrag geschrieben. Das mache ich in der Regel am Laptop. Ein Bild füge ich dann aber immer im Nachgang per Handy ein und veröffentliche es dann. So weit, so umständlich. Der zweite Schritt ist mir übers ins-Bett-Gehen einfach mal dadurchgegangen. Heute Morgen kommt dann die vorsichtige Nachfrage, ob alles bei mir ok sei? Ich steh´ noch komplett auf dem Schlauch, aber dann dämmert´s mir. Ich bin eben alt, was kann man da noch erwarten? Herrje, es zeigt sich immer deutlicher.

Als ich heute Morgen wach werde, mag ich so gar nicht aufstehen. Es wird wirklich Zeit für eine Veränderung. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich morgens schon keine Motivation habe, den Tag zu beginnen. Auf Dauer macht so was krank. Ich überlege sogar ernsthaft, mich einfach krank zu melden. Kopfschmerzen habe ich nämlich in der Tat. Solche Überlegungen sind bei mir alles andere als normal. Und letztlich ziehe ich so was auch nie durch. Da steht immer mein Pflichtbewusstsein im Weg. Aber allein, dieses Gedankenspiel zuzulassen, ist für mich ein Zeichen, dass etwas ganz und gar nicht gut läuft. Wie geht es Euch bei so was? Für mich schrillen da die Alarmglocken. Aber ja, es hat bestimmt auch was mit dieser ganzen Corona-Situation zu tun.

Im Job läuft es…schräg. Mein Chef verschiebt heute einen Termin zum dritten Mal. Ist für mich überhaupt kein Drama, weil ich noch genug zu tun habe. Nur eigenartig ist es schon. Und so schnüffel´ ich ein bisschen herum und rufe meinen Spezl an. Und was ich höre, ist krass: In den nächsten zwei Wochen kann es sein, dass wir mit unserer Abteilung komplett aufgelöst werden. Ruhig weiteratmen, denn das heißt nicht, es flattert eine Kündigung ins Haus. Nur so, wie wir derzeit organisiert sind, wird es nicht weitergehen. Und auch wenn es hart klingt: Ich finde es richtig. Klar, wenn es so weit ist und über mich verfügt wird, dann schlottern mir bestimmt auch noch mal die Knie. Nur prangere ich ja schon länger die Abläufe und Ineffizienz bei uns an. Eigenartig ist nur, dass es bislang eben geduldet wurde. Und wir sind nicht die Einzigen, bei denen es schlumpfig läuft. Nur wird derjenige, der uns bisher „gedeckt“ hat, diesen Schutz aufgehoben haben. Ich kapiere diese Ränkespiele im Hintergrund irgendwie nicht. Mei, wir werden sehen, was passieren wird. Nur ist mein Chef ganz klar angezählt. Das hat er auch sich selbst zuzuschreiben. Irgendwann ist dann auch mal gut. Und er fällt leicht. Mitleid muss ich da nicht haben, was mir ja nicht so leicht fällt. Aber er wird nicht etwa rasiert oder rausgeschmissen. Er wird bei vollen Bezügen irgendwo geparkt, bis er dann in den (Vor-)Ruhestand gehen kann. Das muss ich mir immer wieder vor Augen führen, weil ich sonst doch wieder Mitleid entwickle. Und dabei kommt er mit seiner Kohle vor lauter Lachen nicht in den Schlaf.

Die Arbeit am Laptop nonstop, ohne dann wirkliche Pausen zu haben, schafft mich immer mehr. Ich bin richtig müde und regelrecht erschossen. Mit Blick auf den Abend, wo ich mir „organische Störungen“ reinpfeifen darf, lege ich mich echt ein Stündchen aufs Ohr. Eine halbe Stunde davon lese ich, während ich echt mein Heizkissen aktiviere (im Mai!!!!). Die andere halbe Stunde öngere ich. Öngern ist was Feines. Es ist kein richtiger Schlaf, sondern eher ein Dösen. Würde ich richtig schlafen, hätte ich es abends verdammt schwer, einzuschlafen. Und so hocke ich mal etwas ausgeruhter vor meinem Laptop und lausche all den wunderbaren (natürlich nicht) organischen Störungen. So ein Körper ist komplex…und ein Hirn noch mal um ein Vielfaches mehr. Das macht´s spannend – und viel zu lernen. In diesem Sinne tauche ich jetzt mal ab und mache Feierabend. Aber keine Sorge, heute füge ich noch das Bild hinzu, damit der Beitrag noch online geht. Die hirnorganischen Abbauprozesse haben bei mir eben schon begonnen. 😋

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