ist das schon früh dunkel

Die Sonne, die sich in den letzten Tagen – wenn überhaupt – nur gen Abend mal zeigte, scheint bereits am frühen Morgen und wird es auch über Tag nicht müde. Ich genieße das, auch wenn ich stundenlang an meinem Fotobuch sitze. Dass das so viel Arbeit macht, hätte ich echt nicht gedacht. Aber es ist eben ein Rumgefiesel hier und ein Aussuchen da…da vergeht echt Zeit dabei. Für manch einen sagen die Bilder bestimmt gar nicht so viel aus, doch für mich sind damit wunderschöne Erinnerungen verbunden. Und die kann mir keiner mehr nehmen – außer natürlich eine Demenz, irgendwann mal. Doch da ich darauf keine Lust habe, werde ich das auch nicht bekommen. So einfach.

Da die Sonne dann doch noch mal so ausgiebig kitzelt, ist auch das Öpken gegenüber wieder in Schafschurlaune. Er stellt sich einen kleinen, türkisfarbenen Eimer hin, nimmt einen kleinen Handspiegel, um sich darin allenthalben zu betrachten und legt los. Er rasiert sich – natürlich oberkörperfrei. Wenn, dann sollen auch bitte alle was davon haben. Ich überlege echt, ob ich ihn nicht einfach mal bei so einer Aktion fotografieren soll, unterdrücke aber diesen Impuls. Geht ja nicht…und würde ich umgekehrt auch nicht wollen. Allerdings würde ich mich auch nicht oberkörperfrei auf den Präsentierteller hinstellen und alles rundum rasieren. Er rasiert sich an den Schläfen, am Haaransatz vorne, das komplette Gesicht, den kompletten Hals bis runter fast zur Brust. Den Pelz darunter lässt er stehen. Klar, es wurde auch gemeldet, dass es bald kühler werden soll. Da kann so ein Winterpelz bestimmt gut wärmen – ihn und seine Else, die sich abends an ihn schmiegt. Das dürfte in etwa so bequem wie ein Kissen sein. Dann kommt wieder der Handspiegel zum Einsatz, wonach der Ömmes dann wieder hier und da nachbessert. Warum er das nicht in seinem Badezimmer vollzieht, weiß ich nicht. Ja, sicher doch, Tageslicht ist auch was ganz Tolles, aber hier draußen hat er keinen großen Spiegel, sondern nur das fönzige, kleine Etwas. Egal, mich unterhält er damit immerhin. Ist doch auch schon was wert.

Die Woche, die ansteht, wird wieder ein Kracher. Oft genug geht es ja auch langweilig in meinem Leben zu. Aber diese Woche habe ich pickepackevoll verplant. Dazu überlege ich, morgen den Ausbildungsleiter anzurufen. Übernächste Woche soll ich eigentlich die Azubis schulen – immer in 15er-Stärke. Doch so, wie sich die Corona-Zahlen gerade entwickeln, dürfte das ganz schön schwierig sein. Vier Tage 15- bis 18-Jährige zu schulen, ist auch an sich schon eine Herausforderung. Wenn das also etwas entzerrt würde, hätte ich damit auch keinen Schmerz. Wir werden sehen.
Und dem nicht genug, darf ich für meinen kleinen Neffen dann auch noch morgen früh Schuhe ordern, die ab 9 Uhr zum Verkauf anstehen. So was gab es „damals“ bei uns doch nicht. Verrückt. Ich habe mich auch nie sonderlich für so was interessiert. Aber das ist heute anders. Auch im Umgang mit Farbe hat sich einiges getan. Lila galt für uns als klassische nicht-Jungen-Farbe. Heute geht das locker, ohne dass die Jungs dafür schwul sein müssen – was ich im Übrigen gut fänd, wofür ich dann aber Unverständnis ernte. Wierum jemand gepolt ist, ist mir so was von vollkommen scheißegal, solange jeder nach seiner Fasson einfach glücklich ist. Und nein, damit bevorzuge ich weder Schwule, noch Lesben, noch Bisexuelle, noch Transsexuelle, noch Heterosexuelle. Dass wir darüber in der heutigen Zeit überhaupt noch diskutieren müssen, macht mich traurig.

Und endlich, ENDLICH ist mein Fotobuch nun fertig und in Auftrag gegeben. Puh, hat das gedauert. Ob es die richtige Mischung hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es bei mir mit wahnsinnig tollen Erinnerungen verknüpft ist. Es ist nicht das Buch geworden, was ich ursprünglich geplant habe, aber es ist auch so vollkommen in Ordnung. Ich hoffe nur, sie löschen niemals die Blogs bei WordPress. In weiser Voraussicht habe ich mir die Texte auch mal komplett rauskopiert. Das war ja quasi mein Tagebuch. Und auch wenn ich mich an vieles erinnere, ist einiges doch geistig abhanden gekommen. Wenn ich es dann lese, fällt es mir allerdings wieder ein. Schiere, pure Reizüberflutung – und mittendrin all „meine“ wunderbaren Kinder. Ich hoffe, sie sind allesamt gesund und munter.
Wenn das nicht mal ein würdiger Abschluss meines Urlaubs ist. Einen Haken kann ich bei „erledigt“ setzen. Jetzt sind nur noch x Felder offen. Mañana – somit bleibt mir das südamerikanische Lebensgefühl noch etwas erhalten.
Und dazu ist es jetzt schon stockfinster zu früherer Zeit. Die Uhr wurde ja umgestellt – für die, die das noch nicht registriert haben. Entsprechend mache ich es mir jetzt muckelig auf dem Sofa, zünde ein paar Kerzen an und genieße den ruhigen Ausklang meines Sonntags.

rastlos ohne technisches Verständnis

Zu meinen zahlreichen nicht vorhandenen Talenten gehört ja defitnitv technischer Sachverstand. Ja, ich weiß, meine Orientierungslosigkeit sprengt nahezu alles…oder auch mein vollkommen abwesendes räumliches Vorstellungsvermögen, was natürlich auch zu meinen Einparkschwierigkeiten führt. Und die liebe, fehlende Diplomatie – wobei ich hier ganz klar sage, dass ich sie durchaus besitze. Ich will einfach nicht diplomatisch sein. Wenn sich einer doof aufführt, soll der ruhig wissen, dass ich das durchaus wahrnehme und Null schätze. Einfach gesprochen: Wozu einen Orgasmus vortäuschen? Der Mann würde beim nächsten Mal nichts besser machen, weil er ja denkt, er sei erfolgreich gewesen. So was hat sich mir echt noch nie erschlossen. Warum so tun, als ob? Man(n) kann nur lernen, wenn er eine ehrliche Reaktion auf sein Engagement erhält.
Aber ich schweife ab. Es ging um technischen Sachverstand. Da ich den nun mal nicht besitze, habe ich ja mittlerweile schweren Herzens beschlossen, eine neue Spülmaschine zu kaufen. Es will mir zwar nicht in den Kopf, dass die echt einfach so nach ein paar Jahren im Eimer sein soll, aber da ich ja technisch nicht versiert bin, kann ich ja auch nichts reparieren. Da ich aber immer die Sorge habe, das völlig falsche Gerät zu erwerben, schiebe ich so was. Ich sage ja immer, ich brauche einen Mann. Aber so einen, der handwerklich geschickt ist, bitte. Fehlendes Talent diesbezüglich habe ich ja selbst schon vorzuweisen. Brauche ich nicht noch mal.
Eigentlich wollte ich vorerst alles per Hand spülen. Aber der Tipp eines Mannes (jaja, manchmal dann doch nützlich): Ich solle zumindest mit dem Wasserkocher Wasser erhitzen und dieses in die Spülmaschine kippen. Dann sollte das Geschirr, das da drin ist, zumindest sauber werden. Das Problem ist ja vielfältig: Das Wasser wird nicht heiß, und das nasse Geschirr wird am Ende nicht getrocknet. Muss ich eben im Anschluss alls trocken reiben. Und was macht die Emma (=Spülmaschine) dann auf einmal? Sie trocknet plötzlich wieder! Ich fasse es nicht. Und ja, natürlich hatte ich vorher verschiedene Programme getestet. Ich mag grob unfähig sein, aber saublöd dann doch (noch?) nicht ganz. Aber auf einmal macht die Maschine, was sie soll. Das schockt mich. Auch nach reichlicher Sucherei, konnte ich keine Kamera entdecken, die mich und mein Unvermögen aufzeichnt. Versteh´ einer die Technik – ich tu´ es jedenfalls nicht.

Die meiste Zeit des Tages widme ich meinem Fotobuch. Das ist echt sauviel Arbeit. Und die „Aaaaaahs“ und „Ooooooohs“ dabei sind auch anstrengend. Das ist der Wahnsinn. Ich düse wieder mit meinem blauen Büschen duch Cusco, leide noch mal auf dem Salkantay-Trail und fahre auf der Ladefläche durch den Dschungel. Und mittendrin sind wieder diese wunderbaren Kinder. Bislang sind die Augen noch normal befeuchtet und laufen nicht über, aber ich traue dem Braten nicht. Es macht sich ein herrlich warmes Gefühl in mir breit. Was hatte ich Glück, dieses Abenteuer erleben zu dürfen?! Was habe ich geflucht, auch manches Ströphchen geweint, um dann so etwas Bereicherndes zu erleben? Vor allem die Menschen im Dschungel haben sich ruckizucki in mein Herz geschlichen. Das war schon sehr besonders. Ach ja… Und die werden auch nichts mitbekommen von irgendwelchen Viren. In Südamerika geht auch die Post ab, ich weiß. Aber im entlegenen Dschungel sind sie nahezu abgeschottet von der Außenwelt. Das sollte sie schützen, was mich dann doch beruhigt.
Wie der Teufel es so will, habe ich gestern die süße Eli in Tschechien angetextet, die damals für die Betreuung der Volontäre in Cusco zuständig war. Wenn sich die Lage irgendwann mal beruhigt haben sollte, werden wir uns endlich wiedersehen. Ich sitze gedanklich gerade wieder mit ihr auf dem Balkon – um uns die Grillen, die zirpen, die angenehme Wärme des Dschungels und die wunderschönen Sterne, die man hier noch sehr gut sehen kann…

Und dann schaue ich raus, wo die Wolkendecke dann doch mal aufgerissen ist. Die Sonne stiehlt sich durch die Blätter, die dadurch golden wirken. Es sieht so völlig anders aus hier…aber auch schön. Und trotzdem habe ich wieder diese Sehnsucht in mir. Keine Ahnung, wohin es mich noch verschlagen wird. Aber ich werde wieder innerlich rastlos. Hier wird nicht meine letzte Station sein. Wir werden es erleben – was auch immer da kommen mag.

Flieg´, kleine Seifenblase!

Die Stimmung fällt auf den Gefrierpunkt, da am Morgen schon wieder nicht mein Name gezogen wird. Wie kann das denn bitte schön angehen? Jetzt habe ich noch genau fünf Mal die Chance, meinen Namen im Radio zu hören und dann anzurufen, um eventuell den Porsche abzugreifen. Ganz ehrlich, da zieht ein hinterhältiger Kerl im Hintergrund die Fäden. Ganz sicher. Mein Blut ist nicht blau-weiß genug. Es ist eben rheinisch. Und das haben die erschnüffelt. Tse, ich kann so nicht arbeiten! 🙂 Aber das muss ich ja zum Glück auch noch nicht, da heute ja noch Urlaub ist.

Heute geht es mit meiner lieben Kollegin zum Frühstück. Da sie Geburtstag hatte, habe ich ein paar Geschenke im Köcher. Unter anderem habe ich einfach mal Seifenblasen zum selber-Pusten eingepackt. Viel zu oft hetzen wir nur Terminen hinterher, müssen Prüfungen bestehen, haben Meetings etc. Das ist einfach zu erwachsen. Und ernsthaft? Sie fährt am meisten auf diesen 80-Cent-Artikel ab. Wir fahren nach München rein zum Frühstück, wobei sie den Seifenblasenspender mitschleppt. Irgendwann bleibt sie stehen und pustet ein paar Seifenblasen, woran sie sich wie ein kleines Kind erfreuen kann. Es macht einfach riesig Spaß, ihr dabei zuzusehen. Das denkt sich wohl auch der Herr auf der gegenüberliegenden Seite, der einfach mal spontan mitlachen muss. Manchmal ist es so einfach, gute Laune zu haben, oder? Man muss sich nur darauf einlassen, dann ist es das Normalste der Welt. Irgendwie wäre es auch toll, sich mal auf so eine Seifenblase zu setzen und loszufliegen. Ja-haaaa, Ihr Spaßbremsen. Ich weiß auch, dass sie schnell zerplatzt. Aber stellt Euch vor, sie zerplatzt eben nicht und könnte einen mitnehmen auf ihre Reise. Was es wohl alles so zu entdecken gäbe? Und da man ja wenn oben draufsitzt, kann man durch die schillernde Seifenblase hindurchschauen und die Welt in Regenbogenfarben wahrnehmen. Ja, ich spinne. Und das fühlt sich herrlich an!

Im Café ratschen wir und springen gedanklich ähnlich schnell von Thema zu Thema. So was können irgendwie nur Frauen. Irgendwann setzen sich dann zwei Herren an den Nachbartisch. Der Bärtige überreicht dem anderen ebenfalls ein Geschenk, der sich darüber ebenfalls wie ein Kleinkind zu freuen scheint. Bei gestandenen Männern hat das fast noch einen größeren Effekt. Und dann zerrt er an der Folie, die das Tuch (keine Ahnung, warum es diesen Hype-Effekt hat) umhüllt und knistert hier und zieht da. Nichts. Wir kichern schon wie blöde, bis ich mich rüberbeuge und sage: „Ach, nehmen Sie ruhig die Zähne dazu. Wir sind doch unter uns.“ Das tut der Gute dann auch, woraufhin der Bärtige grinsend meint: „Da spricht die erfahrene Mutter.“ Ääääh…naja, ein klein bisschen trifft er meinen wunden Punkt, aber das kann er ja nicht wissen. Ich sage nur: „Hab´ keine Kinder, aber ich war selbst mal eins. Daher weiß ich das noch.“ Der Beschenkte packt fast ehrfürchtig das Tuch aus, was mich noch mal rüberschielen lässt. Nein, es ist nicht das Leichentuch von Turin. Keine Ahnung, uns erschließt sich auch nicht, was an dem Tuch so toll sein soll. Aber im Grunde ist es auch völlig wurscht. Es bereitet dem Beschenkten riesige Freude – und das zählt doch wohl.

Eigentlich wollte ich in meiner freien Zeit im Urlaub viel mehr für die Schule tun. Herausgekommen ist dabei herzlich wenig. Naja, am Wochenende werde ich vielleicht etwas aktiver. Und ganz ehrlich? Mich mit anderen auszutauschen, da zu sein, wenn ich gebraucht werde oder einfach nur mal einen Kaffee zu genießen, das ist doch auch völlig in Ordnung. Und zur Belohnung habe ich mir einfach mal Blumen gekauft. Nur weil es keinen Mann in meinem Leben gibt, muss ich ja nicht auf Blumen verzichten, oder? Eben. Sei gut zu Dir selbst, denn das hat jede(r) von uns verdient. Und die Blumenindustrie freut´s auch. 🙂

Vielfalt ist einfach wunderschön

Es ist ein schöner Tag. Er beginnt mit Sonnenschein. Also wenn ich heute nicht spazieren gehe, dann weiß ich es auch nicht. Aber dann zieht sich alles zu. Am Meer wäre das durchaus gutes Wetter. Am Meer gibt es eigentlich nur richtiges Wetter. Da geht alles…auch Sturm und Regen. Aber hier? Ja, man kann auch bei bewölktem Wetter hier raus. Ich wollte allerdings nach oben zum Schloss und mich dort hinsetzen und ein Buch lesen. Das geht bei dem Wetter nicht so wirklich. Und so appe ich dann eine ganze Weile und schicke Daten hin und her wegen der Fortbildung. So langsam ist das Institut nur noch unverschämt. Vor Wochen hatte ich angefragt, ob es Nachholtermine gebe, aber da haben sie toter Mann gespielt. Als ich jetzt eine Rückforderung gestellt habe, kommen sie plötzlich – eine Woche nach Ende der Ausbildungsreihe – mit Terminen hinterher. Es sollte ein Wochenendtermin sein, ist es aber nicht. Es sind zwei Freitage und ein Samstag. Sie können mich einfach mal so richtig am Abend besuchen. Meine Antwort war entsprechend – wobei ich echt noch sachlich geblieben bin. Manchmal bin ich schon stolz auf mich. 🙂

Und so widme ich mich dann wieder meinem Projekt „Fotobuch von Peru“. Ich kann keines mit Text machen. Das würde dann ein echtes Buch, also ohne Fotos. Denn bei all dem Geschriebenen von mir, hat es schon eine Romanlänge erreicht. Das ist dann selbst mir zu krass. Echt schräg, aber so ein tausendseitiges Buch, wenn ich noch Bilder ergänzen würde, schreckt echt ab. Man, habe ich einen Hang zum Schreiben! Und krass, dass sich das einige Leute echt alles durchgelesen haben. Das überrascht mich eigentlich am meisten.
Beim Auswählen der Bilder werde ich wieder sentimental. Peru ist so wunderschön. Die Menschen sind so anders. Die Farben sind so bunt. Die Geschichte ist so brillant. Ach man, wann wird das endlich was mit dem Beamen? Ich habe Sehnsucht nach Südamerika. Es ist eine andere Welt. Und ja, in Teilen ist es dort gefährlich, aber vor allem ist es herzlich und wunderschön.

Irgendwann lege ich eine Pause ein und schaue nach draußen. Jo, so langsam klart es auf. Also ziehe ich mir meine Schuhe an und marschiere Richtung Stadt. Es ist nicht feurioooo, also mit strahlendem Sonnenschein, weshalb ich mich nicht zum Schloss schleppe. Und da ich morgen meine Kollegin treffe, die Montag Geburtstag hatte, will ich noch was zur Aufmunterung finden. Ein Geburtstagsgeschenk habe ich ja schon, aber sie ist ehrlich richtig flügellahm. Das tut mir echt unendlich leid. So was hat niemand verdient. Aber darum geht es ja auch nie. Wer wirklich psychisch krank ist (ich weiß, es gibt einige, die es ganz trendy finden, das von sich zu behaupten), ist echt verdammt arm dran.

Irgendwann verziehen sich auch die letzten Wolken mehr und mehr, die dann einen Blick auf einen strahlend blauen Himmel gewähren. Von den satten Gelb- und Rosttönen, bin ich immer wieder wie verzaubert. Der Herbst ist einfach wunderschön. Ich würde ihn so gerne länger festhalten und genießen. Vielfalt ist eben jetzt am meisten gegeben, finde ich. Und Vielfalt ist etwas, das ich ungemein mag – in der Natur, aber auch bei den Menschen. Es sind so viele unterschiedliche Typen unterwegs, so viele Geschichten sind noch zu entdecken, dass ich mich unbändig darauf freue, immer mehr zu hören, zu staunen und zu lernen. Denn lernen können wir alle voneinander…mal mehr, mal weniger. Dazu müssen wir nur die Augen ein wenig offenhalten. Dann wird das alles schon werden.

universell dankbar

Aaaah, Rumgammeln für ein paar Tage hat echt was Schönes. Es darf nur nicht zu lange dauern. Meist schäme ich mich ja dafür, wenn ich das mal mache, aber so im Urlaub, finde ich das schon ok. Ich bin echt entspannt. Am Abend werde ich dann ja wieder was fürs Köpfchen tun, wenn ich meine Online-Schule habe. Das wird dann wieder im Schweinsgalopp durchgeführt, bis mir der Schädel raucht. Daher darf ich jetzt noch bummeln.

Als ich kurz meine What´s App Nachrichten am Morgen checke, ruft meine liebe Kollegin durch. Somit weiß sie ja, dass ich wach bin. So richtig abschalten von der Arbeit geht wohl nicht. Aber es ist vollkommen ok. Ich kann locker damit leben. Wenn ich zurück bin, muss ich noch sechs Wochen arbeiten, bevor ich dann in den laaaaaangen Urlaub ins Rheinland düse. Die Aussicht ist einfach wunderbar.
Leider geht es meiner Kollegin alles andere als gut. Akzeptanz ist wohl das Mittel der Wahl – und die ist alles andere als einfach. Jeder, der psychisch belastet ist, tut sich gerade damit so schwer. Ist ja auch klar, weil man leicht als „lala“ abgestempelt wird. Dabei haben solche Menschen einen enormen Leidensdruck. Einfach schlimm. Das größte Problem dabei ist die Scham. Wir sind nun mal eine Leistungsgesellschaft. Und jeder, der nicht abliefert, wird als Schwächling wahrgenommen. Aber es gibt Ausnahmen. Nun bin ich ja erwiesenermaßen kein Fan meines Chef-Chefs, den ich für sehr intelligent halte, aber für sozial leider alles andere als kompetent. Heute beweist er hingegen seine Menschlichkeit. Sie redet mit ihm, vertraut sich ihm an und erntet grenzenloses Verständnis. Ich würde mich freuen, wenn Führungskräfte lernen würden, Zeichen bei ihren Mitarbeitern eher zu erkennen, damit es gar nicht erst so eskalieren muss – was in vielen Fällen absolut möglich wäre. Aber ich bin auch schon glücklich, dass er überhaupt Verständnis und Sorge zeigt. Er nimmt ihr tatsächlich Laptop und Handy ab, weil er weiß, sie würde sonst auf jeden Fall zwischendurch noch Mails checken. Und dann versichert er ihr, sie habe alle Zeit der Welt, gesund zu werden. Sie muss keine beruflichen Nachteile befürchten und erfahre volle Unterstützung. Das freut mich ungemein, weil es eben alles andere als selbstverständlich ist.

In solchen Momenten merke ich einmal mehr, wie dankbar ich bin. Nicht alles läuft rosig. Mir fehlen bestimmte Dinge…und auch Menschen. Aber ich bin psychisch stabil, was ich bei so vielen anderen nicht erkenne. Dieses Jahr war und ist komisch. Nun kommt die dunkle Jahreszeit hinzu, die bei vielen Menschen ohnehin auf die Stimmung drückt. Ich weiß noch, dass wir damals bei der Arbeit mit den psychisch Kranken immer wieder mal gehört haben, die schlimmste Zeit für Suizidgefährdete sei im Übergang – sowohl von Winter zu Frühjahr, als auch von Sommer zu Herbst. Oder anders ausgedrückt: Wenn die Blätter kommen und wenn sie fallen. Ich mag diese Zeiten wahnsinnig gerne. Aber nur, weil ich sie mag, heißt es nicht, dass sie andere nicht belasten. Ich weiß nicht, ob ich je wirklich in diesem Bereich arbeiten, also therapeutisch tätig werde, aber ich finde die Vorstellung schön, andere zu unterstützen, ihr Leben lebenswerter zu erleben. Wenn wir nicht alle etwas liebevoller miteinander umgehen, wird es noch ganz schön rappeln, vermute ich. Und da bemühe ich keine Verschwörungstheorien. Es ist leider einfach Mode, die Ellenbogen überall einzusetzen. Da müssen wir uns nicht wundern, wenn immer mehr Menschen krank werden.

Passend dazu beginnt nun meine Veranstaltung zu Schizophrenie. Der Bruder einer damaligen Freundin war/ist schizophren. Was diese Menschen erleiden müssen, ist wirklch unerträglich – und doch müssen sie es ertragen…und ihre Familie und Freunde mit ihnen. Eigentlich müssten wir jeden Tag auf Knien rutschend „danke“ sagen, wenn wir gesund und in nur „normalem“ Maß belastet sind. Die Frage ist nur: Zu wem sollen wir „danke“ sagen? Ich glaube nicht, dass es einen Gott – welcher Religion auch immer – gibt, der die Menschen bestraft. Daher bin ich einfach mal universell dankbar. Klingt eigenartig, wenn ich so darüber nachdenke. Aber das trifft es für mich am besten. Früher habe ich das eher mit „dem da oben“ ausgemacht. Doch je älter ich werde, desto weniger glaube ich, dass es eine Gottheit gibt, die da alles lenkt und richtet. Wenn doch, wäre diese Gottheit in vielen Fällen einfach ein unglaubliches, hinterhältiges, rachsüchtiges Arschloch. Und das will ich wiederum erst recht nicht glauben. Also lasse ich das mal besser.

Brumm Brumm, macht das Auto

Woran erkennt man, dass ich im Urlaubsmodus bin? Richtifg: Ich bin einfach faul. Naja, manchmal muss das wohl sein. Ich stehe erst spät auf, dusche, frühstücke in Ruhe und schaue auf meinen Spülberg. Tja, ich zucke mit den Schultern und spiele weiter Scarlett.
Was mir allerdings die Tage so ins Hirn gesprungen ist: Wann muss mein Auto eigentlich zum TÜV? Uuuups, ja, vor drei Monaten hätte es schon gemusst. Das ist so typisch für mich. Aufschieberitis ist ja nicht meins, aber mich um so einen – für mich – unwichtigen Kram zu kümmern, ist mir zu trivial. Irgendwann kommt´s mir dann aber doch in den Sinn. Prima. Wenn mich die Polizei anhält, muss ich auch noch Strafe zahlen. Daher habe ich überlegt, heute hinzufahren. Gestern habe ich keinen ans Rohr bekommen bei der DEKRA, weil die sich echt peinlich genau an die Pausenzeiten halten. Eigentlich richtig.
Und so wähle ich dann mal wieder durch und habe einen netten Herrn am Telefon. Wenn ich jetzt gleich noch vorbeikäme, würde er das vor der Mittagspause erledigen. Ansonsten erst wieder ab 13 Uhr. Ich sause los, aber dann steht da ein anderes Auto. Zögerlich frage ich nach, ob ich ab 13 Uhr wiederkommen solle? Aber der Gute winkt ab, das würde er noch locker schaffen. Und dann kommen auch schon die nervösen Magenschmerzen. Oh je, bestimmt legt er mir den Wagen still. Garantiert ist da alles dran kaputt. Wahrscheinlich meckert er mich an, mein Auto sähe ja nicht nur aus wie Sau (wozu putzen, wenn es dann doch wieder regnet?), sondern hätte so viele Mängel, die ein Mann ja sooooofort bemerkt hätte. Aber ich als Frau? Klar, dumm wie Strulle, aber dicke Backen machen.
Ich muss den Wagen kurz umparken (zum Glück ist Platz für gleich mehrere LKWs, sonst würde ich das ja wieder nicht hinbekommen). Und dann muss ich ihn wieder vors Tor stellen, nachdem er den zu behandelnden Wagen vor mir rausmanövriert hat, denn das hintere Tor ist kaputt. (Wenn ich das gerade so lese, kann man das auch doppeldeutig verstehen, aber ich spreche echt und ausschließlich nur von dem Wagen, der Halle, in der es geprüft wird und nicht von dem netten, aber viel zu jungen Mechaniker!!!) Er steigt ins Auto und ich sage kleinlaut: „Ja, ich weiß, ich bin überfällig. Bitte nicht schimpfen, ok?“ Da schaut er mich erstaunt an: „Wie sollte ich mit Ihnen schimpfen?!“ „Weil…naja, ich hätte vor drei Monaten vorbeikommen sollen.“ Kurz vorher hatte ich noch überlegt, ob ich einfach lügen und sagen soll: „Eigentlich kümmert sich mein Freund um so was, aber dieses miese Schwein ist einfach abgehauen. Da ist mir das dadurchgegangen.“ Ich entscheide mich aber dagegen. Lügen bringt nichts. Und tatsächlich bin ich einfach nachlässig in solchen Dingen. Dann muss ich auch mit den Konsequenzen leben. Jedenfalls winkt der Kleine ab und sagt: „Ich würde niemals schimpfen. Das passiert einfach.“ Umso besser, dass ich keine Fake-Geschichte erzählt habe. Dann würde ich mich spätestens jetzt richtig mies fühlen.
Währenddessen erfahre ich telefonisch, dass das Ersatzteil für die Spülmaschine 120 € kosten würde. Es könnten aber auch noch ein paar andere Sachen ursächlich für das Verhalten meiner ganz arg bockigen Spülmaschine sein. Die Kundendienstdame fragt, wie alt die Maschine denn sei. Sechs Jahre. Mmmh, dann lohne eine Investition von jetzt 120 € im Grunde nicht mehr. Krass, oder? Ich meine, schön, dass sie ehrlich ist. Aber ist das nicht traurig?! Was ist mit der verflixten Nachhaltigkeit? Zählt die echt gar nichts mehr?! Sechs Jahre für so ein Ding und dann kann man es einfach nur noch entsorgen? Völlig überraschend hat das meine Kollegin/Bekannte/Ihr-wisst-schon von gestern übernommen. Sie meinte, sie würde da anrufen. Sie könne ja auch die Fragen beantworten, bei denen ich….ääääh, nun ja, vermutlich auf dem Schlauch stehen würde. Recht hat sie. Aber ich bin völlig überwältigt, dass sie das mal eben so für mich macht. So was bin ich nicht gewohnt. Ich habe meinen Fachmann für alles, was mit PC, Laptop und Versicherungen zu tun hat…ok, und mit Büchern, Musik, Filmen etc. Aber normalerweise kümmere ich mich dann schon auch selbst um meine Angelegenheiten. Irgendwie ist es aber auch mal schön, wenn sich andere kümmern, was häufig mein Part ist. Echt schade, dass sie eine Frau ist. 😉
Der DEKRA-Mann ist fertig. Alles ist ok. Die Bremsbeläge sollten bei Gelegenheit mal ausgetauscht werden, sind aber noch nicht komplett runtergerockt, so dass ich das im Dezember beim Nachbarn meiner Sis erledigen kann. Ich höre, wie mir ein fetter Felsbrocken vom Herzen plumpst. Und dann frage ich: „Muss ich jetzt mehr zahlen, weil ich zu spät zur Prüfung da war?“ Immerhin habe ich das vorher schon von jemandem gehört. Aber der Süße winkt ab: „Nö, Sie zahlen den normalen Standardpreis.“ Ich danke ihm überschwänglich und setze zögerlich nach: „Aber Sie setzen mir den Wagen schon noch raus, oder?“ Da grinst er: „Sicher. Ist ja nicht Ihr Fehler, dass das Tor defekt ist. Und es ist ganz schön tricky, hier wieder rauszusetzen.“ Da bin ich aber erleichtert und schiebe noch hinterher: „Da Sie die Probleme der Frauen ja zu verstehen scheinen: Ich weiß, Sie dürfen mir keine Empfehlung aussprechen. Aber zuletzt wollte mir ATU für eine defekte Lampe ein paar hundert Euro abschwatzen. Kennen Sie eine Werkstatt, der es egal ist, ob sie eine Frau vor sich hat, die so gar keine Ahnung von Autos hat und diese nicht bescheißen will?“ Er reibt sich kurz den Nacken, schaut mich an und sagt: „Ich darf Ihnen wirklich niemanden empfehlen.“ Resigniert seufze ich, als er sagt: „Aber ich kann Ihnen natürlich sagen, zu welcher Werkstatt ich gehe. Und die ziehen niemanden über den Tisch. Ist allerdings die einzige weit und breit, die ich kenne, die das nicht tut.“ Und so habe ich also den Namen erfahren, den ich nur im Notfall einsetzen werde, wenn ich mal hier im Süden was außerplanmäßig haben sollte. Eine gute Autowerkstatt ist fast genauso wichtig wie der richtige Zahnarzt, Frauenarzt und Frisör. Da suchste echt lange nach, wenn Du irgendwo neu hinziehst.

So ein Service ist echt genial. Der ist in letzter Zeit immer mehr zur Mangelware verkommen. Und das erlebe ich dann bei meinem nächsten Stop. Ich fahre zu Rossmann und habe mir jetzt mal die App runtergeladen. Dann kaufe ich ein paar Sachen ein, gehe zur Kasse und frage die Verkäuferin, wo ich denn diese 10-Prozent-Coupons finden könnte? Knapp kommt ein: „Müssen Sie aktivieren“ über ihre Lippen. Ich schaue sie blöd an, dann wieder mein Handy: „Aber wo? Ich habe hier irgendwie andere Coupons, aber nicht den.“ Jetzt schon pampig: „Dann haben Sie einfach keine mehr.“ Ich schaue sie wieder an: „Äh, ich habe die App seit drei Tagen. Da dürften die ja wohl kaum aufgebraucht sein?!“ Sie zuckt mit den Schultern: „Dann suchen Sie eben.“ Ah, ich liebe Engagement, wenn ich denn mal eines irgendwo erkenne. Bei der Dame hier suche ich vergebens. Und das liegt nicht daran, dass der Laden proppevoll ist. Es steht niemand hinter mir an der Kasse. Man, man, man. Ich denke wieder an den Spruch: „Lieben Sie Ihren Job eigentlich? – Und warum lernen Sie ihn dann nicht?“ Aber ich lasse es. Ja, das ist bestimmt nicht der absolut erfüllende Job, keine Frage. Aber ein bisschen Kundenorientierung und Freundlichkeit bringen niemanden um, oder?
Egal, ich lasse mir meine Laune nicht verhageln. Ich habe schließlich Urlaub. Und der DEKRA-Termin lief ja deutlich besser als gedacht. Ach, morgen gehe ich vielleicht mal im Sonnenschein spazieren. Wenn die Sonne scheint, aber es eben nicht heiß ist, dann bin ich gerne im Schlosspark unterwegs. Da kann ich dann wieder die ganze Farbenpracht des Herbstes genießen. Das ist doch ein Plan!

8,5 Stunden…musste erst mal hinbekommen!

Was für ein Tag. Hammer…Ich habe immer noch keinen Schlüssel für den doofen Porsche bekommen. Langsam glaube ich ja, es geht nicht mit rechten Dingen zu. Irgendwer verarscht mich da echt kräftig. Aber gut, es sind ja noch ein paar Tage. Wehe, die ziehen meinen Namen nicht irgendwann mal!

Zunächst bin ich mit einer Mitschülerin zum Frühstück verabredet. Mit Maske und ausreichend Abstand, geht´s ins Café, wo uns eine nette, aber reichlich verpeilte Bedienung begrüßt. Die Frau ist echt nett, vergisst aber immer wieder hier und da was, was sie selbst am meisten stört. Wir sind hingegen völlig tiefenentspannt. Kerstin grinst mich über den ersten Kaffee hinweg an und sagt: „Gar kein schlechter Wochenstart, oder?“ Sie muss morgen und übermorgen arbeiten. Es ist echt schön mit ihr, und die Zeit verfliegt. Nach knapp zweieinhalb Stunden trennen wir uns – aber dieses Mal nicht, ohne einen neuen Termin zu vereinbaren. Es ist wie verhext: Wenn ich nicht sofort was vereinbare, verläuft das alles dirket im Sande. Der Alltag schluckt so viel, wie es kein schwarzes Loch im Weltall vermag (als hätte ich Ahnung von so was!).

Ich schlendere im Sonnenschein heimwärts, wo ich mich dann an die Essensvorbereitungen mache. Irgendwie ist es schon mein Ziel, pünktlich „et Äätö op d´r Dösch“ zu haben. Ich bekomme das sogar alles rechtzeitig hin. Um es kurz zu machen: Es ist viel zu kompliziert, die Spülmaschine da rauszuziehen, ohne vorher ein paar Dinge abgecheckt zu haben. Dann ist das eben so. Erstmal essen wir auch ausgiebig. Und ich bin so was von erleichtert: Es schmeckt meiner Kollegin/Bekannten/auf-dem-Weg-zur-guten-Freundin auch gut. Da ist das Hausfrauenherz natürlich glücklich. Jemanden nach Hause gehen zu lassen, der noch Hunger verspürt, wäre ganz arg schlimm für mich. Da habe ich voll den Schuss weg. Meist koche ich ja echt fürs Krankenhaus mit. Dieses Mal würde kein Krankenhaus satt, aber wir könnten mindestens noch einen Tag gemeinsam davon essen. Ich werde also einiges einfrieren müssen. Aber entgegen meiner sonstigen Art, erledige ich das jetzt nicht mehr. Ich schiebe es – ganz Scarlett-like – einfach auf morgen. Das passt.
Es ist ein Wahnsinn, wie wir tausend Themen in kürzester Zeit anreißen, manches vertiefen, über einiges den Kopf schütteln und mit ganz viel Humor spicken. Irgendwie sind auch ein paar Dinge spooky, aber das werde ich hier mal nicht beschreiben, weil ich dann in die Eso-Ecke geschoben werde, in die ich so gar nicht gehöre. Mit manchen Menschen ist es einfach unheimlich…unheimlich schön, unheimlich vertraut. Und so reißen wir den Rekord von letzter Woche und bringen es auf satte achteinhalb Stunden. Ja, wir haben eine am Helm. Aber es war nicht eine Sekunde Pause, nicht einen Moment langweilig, kein Körnchen ermüdend. Faszinierend…aber Ihr dürft es gerne auch krank nennen. Ist mir wurscht. Ihre Lebensgefährtin schreibt zwischendurch, dass sie nun ins Bett gehe, weil sie zu müde sei und wir einfach nur Quasselstrippen. Recht hat sie.
Ich glaube, es gibt so etwas, wie verwandte Seelen. Keine Ahnung, wie lange wir uns in diesem Leben begleiten, aber ich nehme es so an, wie es jetzt gerade ist…und das ist einfach schön. Nach einem Tag der Ernüchterung, wie gestern, tut es einfach gut, so was dann auch mal wieder zu erleben. Und mit diesem glückseligen Gefühl im Herzen, krabbel´ ich jetzt in die Pofe. Ach, ist das schön. So was wünsche ich jedem!

Antje und andere haarige Geschichten

Corona spaltet. Da ist was dran. Ich kann mich davon auch nicht freisprechen – ganz im Gegenteil. Diese ewigen Diskussionen, krankes Halbwissen – mit ganz viel Phantasie angereichert – ermüden mich einfach. Mannomann. Und so starte ich dann gegen elf Uhr zu einem gemeinsam vereinbarten Essen. Gestern haben wir noch kurz beratschlagt, ob wir uns echt zu sechst treffen sollen. Mmmh, ich entscheide mich dafür, obwohl das nicht so ganz richtig ist. Und so fängt es schon an: „Nicht so ganz richtig“ ist eben auch schon falsch. Da sind wir Menschen immer ganz schnell bei der Hand, uns alles ein wenig zurechtzubiegen. Die Dame vom Restaurant ist auch flexibel in ihrer Erklärung: „Es ist Kirchweih! Was denken die sich denn von der Regierung?! Wir haben kurzerhand beschlossen, dass Sie alle Schwestern sind. Nur für den einen Herrn müssen wir uns was überlegen.“ Äääääh? Der einzige Mann schmunzelt und ergänzt: „Ich bin einfach der Bodyguard.“ Is klar. So richtig wohl fühle ich mich gerade nicht. Die Regel besagt einfach was anderes. Naja, es ist für mich das letzte Mal in diesem Jahr, dass ich so ein Treffen zu sechst durchziehe.

Da ich die Erste bin, habe ich ausreichend Zeit, meine Umgebung zu scannen. Besonders ein altes Öpken tut´s mir an. Er läuft mit einer Gehhilfe und bewegt sich unsicher im Schneckentempo auf den Beinen. Dafür trägt er ein hippes schwarzes Sweatshirt mit weißer Aufschrift: „I’m not impressed by your moves“. Ob das seine eigene Ironie ist oder sich die Enkel hier einen Spaß erlaubt haben? Oder ob schlichtweg keiner auf den Text geachtet hat und Opa ein schwarz-weißes Pullöverchen brauchte? Es bleibt ein Rätsel. An einem anderen Tisch weiter hinten sitzt ein Mann, der eine Schenkelbürste trägt, die echt pfui ist. Es hat was von einem Walrossbart und ist ähnlich ungepflegt. Vollbärte haben für mich durchaus ihren Reiz – wenn es zu dem Mann passt. Erfahrungswerte kann ich hier leider nicht bieten, denn mit einem Bärtigen hatte ich noch nie was. Warum eigentlich nicht? Ach, ich sollte mal eine Annonce schalten. Das ist natürlich ein SCHERZ! Also, das mit der Annonce. Gegen Vollbart habe ich in der Tat nichts. Aber gegen Olibas schon. Ich habe noch nie den Sinn eines Schnäuers verstanden. Und stünde so einer mit seiner Popelbremse vor mir, dann müsste ich leider: „Sorry, NEXT!“ rufen. Ist einfach nicht meins. Entweder ganz oder gar nicht. Aber Gottseidank sind die Geschmäcker ja so unterschiedlich. Nur ist eins immer wichtig: „Gepflegt“ lautet das Zauberwort. So ein Anblick, der an Antje (das Walross von NDR) erinnert, ist kein schöner. Und hier macht sich mein immerwährendes Phänomen bemerkbar: Ich kann nicht wegschauen. Als die anderen eintrudeln und ganz unauffällig hinstarren, macht es das nicht besser. Es erstaunt mich immer wieder, wie subtil manche Menschen unterwegs sind…und wie wenig so viele andere.

Es kommt, wie es kommen musste (und ich ja im Vorfeld schon befürchtet hatte): Sie reden über Corona. Ich habe mir vorgenommen, mich zurückzulehnen und den Mund zu diesem Thema zu halten. Fällt mir schwer, aber wie war der Spruch mit der Taube und dem Schachspielen noch mal? Eben. Mei, is des anstrengend. Irgendwie ist es schade, aber ich merke, wie ich mich immer mehr von einer Freundin entferne. Im Grunde bin ich für Meinungsfreiheit. Aber dieses Leugnen von Corona, sämtliche Verschwörungstheorien…das lässt mich mich zurückziehen. Mag nicht nett sein, aber ich nehme dieses Verhalten ganz klar wahr. Die andere Variante ist, dass ich gegenargumentiere und den anderen bisweilen mit den eigenen Waffen schlage, was auch arroagnt wirkt. Keine Ahnung, den richtigen Weg finde ich nicht. Und so schweige ich in großen Teilen – was immer ein schlechtes Zeichen ist für Menschen, die mich kennen.
Natürlich bin ich bei manchen Maßnahmen auch kritisch. Aber ich bin kein Experte, daher bin ich gerne bereit, zu versuchen, mit unterschiedlichsten Maßnahmen die Verbreitung einzudämmen. Und ja, es wird später Erkenntnisse geben, die manches rückblickend überflüssig erscheinen lassen. Und? Aber Verzicht ist für viele Menschen wohl das Schlimmste, was ihnen passieren kann. Ich verstehe es nicht. Individualismus ist wichtig, aber so komplett und ausschließlich auf Ellenbogen zu setzen, widerstrebt mir vollkommen.
Irgendwann versuche ich, das Thema zu wechseln und frage nach einem Kino, weil ich weiß, dass eine der Damen gerne und oft ins Kino geht. Ja, das Kino sei wieder in Betrieb. Schön. Und schwups, kommt die Rede wieder auf Corona und Impfungen gegen Grippe. Ich berichte, dass ich ausnahmsweise die Grippeschutzimpfung habe durchführen lassen. Die Antwort von dem einzigen Mann fasziniert mich, weil sie an Absurdität nicht zu überbieten ist. „Ich lass mich nicht gegen Grippe impfen, solange ich nicht ganz genau weiß, was da drin ist. Außerdem machen die da heimliche Testungen, während Du nur denkst, dass Du geimpft wirst. Ich vertraue da niemandem mehr bei irgendwas.“ Wow. Das habe ich auch noch nicht gehört. Bei mir ist definitiv nichts abgezapft worden, sondern nur injiziert. Vermutlich haben sie mir einen Chip unter die Haut gejagt, oder was? Aber das ist so verdreht und krude, dass mir nichts mehr einfällt. Und dann fängt eine andere von Außerirdischen an. Sie wird auf jeden Fall nach ihrem Tod eine Außerirdische. Zunächst lache ich noch, aber dann merke ich: Sie meint das ernst. Alter, wo bin ich hier?! Kennt Ihr das, wenn es so absurd wird, dass Ihr hektisch nach der verdammten Kamera sucht. Und dann der Moment der Erkenntnis, es handelt sich hier nicht um „Verstehen Sie Spaß“, sondern die meinen das ehrlich genau so. Ich frage mich dann schon, was sie nehmen und ob ich davon bisweilen auch was haben könnte? Oder sie lernen, die richtige Dosis zu nehmen. Wäre auch mal ein Anfang. Puh.

Corona macht einsam. Aber nicht wegen der Auflagen seitens der Regierung – zumindest bei mir. Mich macht Corona einsam, weil ich mich von einigen Menschen distanzieren muss, um nicht laut schreiend und hysterisch durch die Gegend zu laufen. Ich weiß es doch auch nicht, aber es macht mir Angst, was in manchen Köpfen so alles ab- bzw. schiefläuft. Es ist traurig, aber ich merke, dass ich hier im Süden nicht bleiben kann – also nicht auf Dauer. Denn hier kommt noch erschreckend Ausländerfeindlichkeit hinzu. Wie sagt noch die eine über eine Freundin: „Ach, die sagt ja auch, Corona und all das haben nur die Ausländer verschuldet.“ Und da lacht sie dann noch drüber. Ich schaue sie nur entsetzt an und sage: „Sorry, aber da kann ich noch nicht einmal mehr drüber lachen. Das ist einfach nur krank!“ Jaja, sie relativiert ihr Lachen schnell, weil sie es auch krass fänd. Krass? Ich frage mich, wohin das führen wird? Das Mittelalter scheint doch nur einen Wimpernschlag entfernt zu sein. Als Nächstes fordern solche Menschen wieder die Todesstrafe. Ich bin verwirrt. So was ist echt zu viel für mich. Es sollte ein nettes Treffen werden. Unterm Strich ernüchtert es mich allerdings nur. Wie gut, dass ich so bald keine Zeit mehr habe.

Genau das ist mein Plan für die nächsten Monate: Lernen, mich auf mich konzentrieren und Menschen meiden, die offensichtlich eine am Helm haben. Wenn ich therapeutisch tätig werde, ist das was anderes. Aber Menschen als Freunde zu bezeichnen, die so drauf sind, fällt mir zunehmend schwerer…Toleranz hin oder her.

Bremsklötze und Nilleschiet

Gestern habe ich irgendwo gehört, dass sich Musik an trüben Herbsttagen positiv aufs Gemüt auswirken soll. Nun habe ich gerade keinen Durchhänger, aber schaden kann so was ja auch nicht, oder? Und so höre ich nahezu ganztägig Musik und genieße sie. Ich liiiiebe Musik. Kaum etwas anderes versetzt mich so schnell zurück zu den Momenten, wo ich diese Musik gehört/erlebt habe. Ja, doch, bestimmte Düfte schaffen das noch schneller. Davon gibt es allerdings gar nicht so viele bewusste. Es gibt drei Herrendüfte, die für mich unweigerlich mit Kerlen verknüpft sind. Nein, nicht unbedingt die größten Lieben meines Lebens. Und auch wenn zwei dieser Männer wirklich riesengroße Enttäuschungen waren, mag ich die Düfte immer noch. Auch krass, oder? Ich mag nach wie vor Egoisté Platinum von Chanel, obwohl es mich an meinen Vater erinnert. Und ich mag nach wie vor Fahrenheit von Dior. Allerdings können das nur sehr männliche Typen tragen. Mmmh. Der Klassiker Davidoff erinnert mich in der Tat am meisten an meine Jugend, da Tim als einziger Junge damals Parfum getragen hat. Das wird wohl auch ewig mit ihm verknüpft bleiben. Da muss ich jetzt noch grinsen, wenn ich daran denke.
Und trotzdem gibt es nichts, was mich mehr berührt und in die Vergangenheit versetzt, wie Lieder das schaffen. Es gibt Lieder, bei denen ich automatisch Pfützen in den Augen stehen habe. Und andere, bei denen ich laut lachen muss. Höre ich „Don´t stop me now“ von Queen, sehe ich mich noch durch meine erste – damals gemeinsame – Wohnung tanzen. Genauso bei „American Pie“. Es sind immer Lieder mit irgendwelchen Ereignisse/Erlebnissen verbunden. Mein Schwager ist so das totale Gegenteil. Er kann mit Musik wenig anfangen, was ich mir absolut nicht vorstellen kann. Gut, dafür kann ich mir kein Skispringen oder Biathlon oder dergleichen im Fernsehen anschauen und da mitfiebern.
Insofern stimmt es wohl nicht ganz, dass sich Musik positiv aufs Gemüt auswirkt. Jeder hat da wohl seine eigenen Mechanisamen, wie er sich in bessere Stimmung versetzen kann…oder eben in melancholische. Die mag ich ja in der Tat auch hin und wieder. Ach ja, ich habe wohl ´ne Schraube locker. Aber ganz ehrlich? Das finde ich voll ok so. Die darf also locker bleiben.

Am Montag kommt nach der Arbeit die Kollegin vorbei, die ich letzte Woche getroffen habe. Sie schaut mal nach meiner Spülmaschine. Puh, das ist ja immer ein Angang für mich, jemanden um Hilfe zu bitten. Darin bin ich vollkommen Grütze. Ja, auch dafür habe ich so meine Erklärungen. Aber ich muss ja nicht alles hier ausbreiten… Im Gegenzug will ich was kochen. Seit Dienstagabend grüble ich, was ich machen kann? Es gibt soooo vieles, aber ich denke echt, ich mache typische Hausfrauenkost aus dem Rheinland: Bremsklötze mit Rotkohl und Kartoffelpü. Klingt unspektakulär, aber das brauche ich so ein, zwei Mal im Jahr, wenn es Herbst wird. Das schmeckt nämlich ein bisschen, wie nach-Hause-Kommen. Kennt Ihr so was? Und auch, wenn das langweilig klingt, ist es das nicht. Da die Gute auch aus dem Rheinland kommt, kann ich mir vorstellen, dass sie mich nur fett angrinsen wird. Ich muss dann gar nichts dazu sagen. Ist auch so ein Phänomen. Ich springe ja wahnsinnig viel und erschreckend häufig mit meinen Gedanken hin und her. Bei ihr muss ich gar nicht die Erklärung zu dem Übergang (der bisweilen sehr wild und krude ist) liefern. Sie versteht das auch so. Von der Sorte gibt es nur wenige Menschen. Ich bin gespannt, wann ich ihre Lebensgefährtin mal kennenlerne.
Geht Euch das auch so? Bei manchen Pärchen stehe ich nur innerlich kopfschüttelnd da und frage mich, was zur Hölle sich wer dabei gedacht hat, die beiden zusammenzuführen. Es gibt sie, die perfekten Passungen. Aber es gibt eben auch so viele, bei denen man merkt, dass die da nur 1 + 1 betrieben haben. Wie sagt der gute Herr Leckebusch: „Eins plus eins ist eben manchmal mehr als die Summe der Addition.“ Weise Worte weit gespuckt, gell? Ja, im besten Fall kommt mehr als einfach nur ´ne glatte Zwei dabei herum.
Als Nachspeise plane ich den guten alten „Nilleschiet“. Dazu müsste man jetzt ganz klar zu meiner Familie gehören, damit man dieses Wort verstehen könnte. Und da müsste ich dann ganz weit ausholen zu Nönk und Puddings-Fingke, die beide schon nicht mehr unter uns weilen…leider. An die habe ich auch viele schöne Erinnerungen. Vor allem an Nönk. Während ich von einer Familienseite einen Opa kennenlernen und vergöttern durfte (leider nur, bis ich zehn wurde), war mir das bei der anderen Familienseite nicht vergönnt. Dafür gab es dann aber Nönk. Er war der geistig leicht eingeschränkte Großonkel, der zur damaligen Zeit nichts gelernt hat, sondern einfach nur schuften musste. Er kam einem Opa sehr nahe – auch, wenn sein Verstand oft nicht weiterging, als über das Maß eines Kindes hinaus. Aber er konnte werfen, wie eine Eins. Leider auch faule Kartoffeln. Und er konnte sich beim Kartenspiel „schwarzer Peter“ so richtig schön aufregen. Zu ihm fällt mir leider kein Lied ein. Aber immer, wenn ich einen Wald betrete oder auch immer, wenn es regnet, denke ich an ihn. Dann schreiben meine Sis und ich uns hin und wieder eine What´s App mit: „Hier ist Piss-Piss-schiete-Rään.“ Und dann lachen wir in liebevoller Erinnerung an Nönk, der sich für Nilleschiet von Puddings-Fingke umbringen konnte. Ach ja…die liebe, gute, alte Zeit. Ich bin froh, viele schöne Erinnerungen zu haben, die ich an trüben, regnerischen Tagen auspacken kann. Ich sage ja: Ich mag den Herbst – mit all seinen Farben, mit seiner Luft, mit dem Regen und der Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen. Ach Nönk, ich hoffe, Du sitzt da oben mit Puddings-Fingke und den anderen auf Euren Wolken und hast Deinen Spaß.

Langweilig mit Klopapier

Ich wache mit Kopfschmerzen auf. Das wird vermutlich am Wetter liegen. Ist auch egal… Es ist nur einfach nervig. Genauso nervig, wie die Erkenntnis, heute wieder nicht gezogen worden zu sein. Da ich nie bis zum Ende zugehört habe, entdecke ich erst heute, dass man gar nicht im ersten Anlauf den Wagen gewinnt, sondern in die Lostrommel mit weiteren 19 Kandidaten kommt. Naja…hoffen darf ich ja trotzdem noch. Aber es wird ein Herr „im Exil“ gezogen. Exil, weil er wohl in Köln wohnt. Da fühle ich mich als Rheinländerin ja fast schon gemobbt. Doch ich habe gelernt, dass es wurscht ist, was manche ignorante Bayern denken. Daher bin ich fein. Wäre ja auch noch schlimmer, mir das zu Herzen zu nehmen, denn dann würden meine Kopfschmerzen bestimmt schlimmer werden.

Und so logge ich mich zur letzten Freitagsstunde ein. Der Dozent ist genervt, weil die Technik heute mal wieder verkackt. So ein Einstieg ist doch schon mal positiv. Inhaltlich ist es auch nicht spannend, nicht anregend, auch wenn manche diskutieren. Aber es gibt ja auch Menschen, die schaffen es, Monologe über Socken zu halten. Warum dann auch nicht über die heutigen Themen? Also ignoriere ich das alles und recherchiere, wie viele Einheiten wir eigentlich bezahlt haben, wie viele nicht durchgeführt worden sind und rechne das dann aus. Nach der Schulung schicke ich dem Institut diese Erkenntnis mit der Bitte um Rückerstattung bis 30.10.2020. Mal schauen, was da jetzt kommen wird. Dafür werden aber die Zerifikate an die Anwesenden ausgehändigt und mit Sekt sowie Saft angestoßen. Da ich nicht vor Ort bin (wie die meisten), ist mir das wurscht. Nur erlaubt ist es eben nicht. Ach, wo ist das liebe Ordnungsamt, wenn man es mal bräuchte? Bei der Entwicklung der Infektionszahlen sollte man auf so ein Gschmarre echt verzichten, oder? Aber der Überzeugung sind wohl die wenigsten. „Ist doch nur ein Sektchen!“ Klaro. Wohl bekomms!

Habt Ihr eigentlich auch mitbekommen, dass die ersten Leute wieder anfangen, Klopapier zu hamstern? Irrwitzig, wie bekloppt die Leute sind. Statt alles dafür zu tun, dass die Zahlen wieder runtergehen, kümmern sich viele eher um das Endprodukt, das unseren Körper verlassen wird. Wieso ist bei so vielen einfach keine Lernkurve erkennbar? Ich kapier´s mal wieder nicht. Aber gut, jeder, wie er mag. Die Franzosen werden bestimmt auch schon wieder Rotwein und Kondome gehortet haben, wie beim letzten Lockdown. Das klingt auf alle Fälle nach deutlich mehr Spaß. Da sind wir Deutschen irgendwie nicht die Besten drin, hm?
Für heute steht nicht mehr wirklich viel an. Ich gammle nur noch rum, lese und schaue fern. Zum Glück habe ich Langweilerin genügend Klopapier Zuhause, um meiner Herkunft alle Ehre zu machen.