Es ist mal wieder Samstag, also Lern- und Elfenzeit. Dabei ist heute echt noch mal schönes Wetter. Die grauen letzten Tage wurden heute Morgen schon von der Sonne weggelächelt. Hilft aber alles nichts. Die Zwanghafte hat gerufen, also pilgern wir wieder zu der Elfe. 😂 Wenn mein Leben mal nicht aufregend ist! Dieses Mal werde ich auch kulinarisch was Neues lernen. Letztes Mal gab es vegetarische Spaghetti Bolognese mit Tofu. Wie sagte mein früherer Kollege immer so nett, wenn wir in schlechten Tagungshotels zusammensaßen? „Hmm, einfach, aber durchaus geschmacklos.“ Es schmeckte nicht schlecht, nur einfach nach nichts. Und nein, ich hab kein Corona mit damit einhergehender Geschmacklosigkeit.

Dieses Mal wollen wir allerdings nicht, dass die Elfe allein was macht, also bringt jede von uns was mit. Ich bediene brav das Vegetarische mit Dattelcreme und Möhrendip. Die Zwanghafte hingegen stellt eine Dalsuppe in Aussicht. Ääääh… Dalsuppe? Doch Fleisch? Also Suppe mit Dalmatiner-Einlage? Ich muss das echt googlen – die Menschen mit Hang zur ayurvedischen Ernährung und dergleichen mögen es mir bitte nachsehen. Irgendeine Linsensuppe soll es wohl sein. Na, mir soll’s recht sein. Wenn allerdings Curry drin sein wird (bei indischem Essen nicht so unwahrscheinlich), mache ich einen auf intolerant….seeeeeehr intolerant. Ihr seht: Es verspricht, durchaus interessant zu werden. I hold it in the head not out.

Wollt Ihr die Wahrheit wissen? Es hat geschmeckt. Ehrlich wahr. Ich bin selbst total überrascht. Dieses Mal ist es ohnehin alles anders. Die Mehrheit von uns ist entspannt. Auch das hat mal was. Wir steigen auch nicht direkt in Fälle ein, sondern machen eher ein intensives Wiederholen. Jede hat so ihre ganz eigenen Bereiche, die sie besser oder schlechter beherrscht. Mein größter Pluspunkt ist, dass ich reden kann – ich weiß, Wahnsinnsüberraschung. 🙈 Aber das unterschätzt man echt. Die Zwanghafte hat wahnsinnig viel Wissen, kann es nur einfach nicht so leicht in Worte packen. Gerade fühlt es sich mal vollkommen ok für mich an. Hoffen wir, dass ich dieses Gefühl noch ein bisschen länger erhalten kann.

Obwohl es echt gut läuft, bin ich platt. Das sind wir wohl alle. Und jede Einzelne freut sich auf das Freiheitsgefühl danach. So verabschieden wir uns voneinander und gehen unserer Wege. Trotz Müdigkeit will ich noch mal kurz in die Stadt, was ich jedoch bereue. Bei den Menschenmassen zweifle ich daran, ob allen die steigenden Neuinfektionen bewusst sind? Am Marienplatz steppt der Bär. Ich laufe eine Haltestelle weiter, bevor ich wieder in die S-Bahn steige. Mehr brauchte ich nicht… lediglich ein bisschen Bewegung. Die letzten drei Tage Home Office fordern wohl auch ihren Tribut. Die Sinnfrage stelle ich mir natürlich weiterhin. Doch heute nicht mehr, weil ich schlichtweg zu k.o. bin. In der Bahn erfahre ich dann noch, wie wenig begeistert Jürgen von der Lippe von der „Wetten, dass…“-Show heute Abend sei. Er bevorzuge da eindeutig „Das Supertalent“. Mei, wozu brauche ich diese Info nur? Mich interessieren beide Formate ’nen feuchten Furz. Im Kopf geht zwar gerade noch der Punk ab, aber mein altes Fleisch wird früh nach meinem Bettchen schreien.

Im Dezember werde ich dann alles nachholen, was ich gefühlt gerade alles verschlafe. Meine Neffen sind vorgewarnt. So ’ne Tante im Post-Lernstress wird bestimmt ein einschneidendes Erlebnis der ganz besonderen Art. Macht aber nix, denn so haben sie wenigstens Anekdoten für später. Ich verspreche jetzt schon, mich mindestens einmal zu betrinken und peinlich zu sein – wobei, dazu brauche ich ja erfahrungsgemäß keinen Alkohol. In diesem Sinne: Welterusten!

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